Build-Konferenz 2015: Microsoft setzt auf Offenheit, die Cloud und Big Data

Im Westen viel Neues um Azure und Windows Server 2016

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Der neue Speicherdienst „Azure Data Lake“ erlaubt die Speicherung beliebiger Daten in sehr hoher Menge direkt in der Cloud. Microsoft verspricht eine nahezu unbegrenzte Datenspeicherung. Hier hat der Konzern auch ganz klar Big-Data-Szenarien im Hinterkopf. Denn Azure Data Lake ist kompatibel zum Hadoop File System (HDFS) und lässt sich daher optimal mit Hadoop und der Microsoft-Lösung HDInsight nutzen.

Administratoren können mithilfe eines Assistenten über das Webportal neue Datenbanken in Microsoft Azure erstellen.

Big Data und Microsoft Azure SQL Database

Grundlagen und Praxis

Die Daten werden dabei zentral in Azure Data Lake gespeichert und sind dann auch von verschiedenen Anwendungen in Azure gleichzeitig abrufbar. Hier verspricht Microsoft enorme Leistungsreserven, auch dann wenn gleichzeitiger Zugriff stattfindet.

Integration von Hortonworks, Cloudera und Revolution Analytics

Neben der großen Speichermöglichkeiten soll auch der Datendurchsatz entsprechend hoch sein. Die Daten lassen sich in weiteren Azure-Diensten nutzen, auch von Dritt-Anbietern, die Lösungen im Azure Marketplace anbieten. Unternehmen können also auch Hadoop- und Big-Data-Distributionen von Hortonworks, Cloudera und Revolution Analytics nutzen. Um die Authentifizierung der Daten sicherzustellen, unterstützt Azure Data Lake auch die Anbindung an Azure Active Directory.

Business Intelligence in MS Azure

Bei „Azure SQL Data Warehouse“ handelt es sich quasi um Data-Warehouse-as-a-Service. Unternehmen können mit der neuen Funktion sehr schnell hochleistungsfähige Datawarehouse-Umgebungen aufbauen. Der neue Dienst arbeitet in dieser Hinsicht natürlich eng mit Azure Date Lake zusammen und kann auch die neuen Funktionen der Datenbanken in Microsoft Azure nutzen. Anbinden lässt sich die Lösung auf Wunsch auch in Power BI, der BI-Auswertungslösung in Office 365. Auf diesem Weg können Unternehmen also problemlos BI-Umgebungen komplett in der Cloud abbilden, aber die Daten auch sicher verschlüsseln. Azure SQL Data Warehouse stellt seine Daten auch anderen Diensten zur Verfügung, kann aber ebenso aus den anderen Diensten Daten erhalten. Sinnvolle Beispiele dafür sind neben PowerBI in Office 365 auch HDInsight, Azure Machine Learning und Azure Data Factory.

Service-Pools für Anwendungen

Die „Azure Service Fabric“ erlaubt die Erstellung von Anwendungen, die einen Pool von Computer-Ressourcen in Azure nutzen können. Der Dienst überwacht und steuert dazu den Pool und kontrolliert auch die Verteilung der Dienste. Für hochverfügbare Anwendungen kann Azure Service Fabric auch Failover-Szenarien abbilden.

Darüber hinaus verwaltet „Azure Resource Manager“ einzelne Ressourcen wie Azure-Computing, Networking und Storage in einer zentralen Umgebung. Administratoren können über das neue Werkzeug neben virtuellen Servern auch Netzwerke, Speicher, SQL-Datenbanken und alle anderen Ressourcen erstellen, verwalten und überwachen, die von einzelnen Azure-Diensten benötigt werden.

Auch eine Rechteverwaltung ist integriert sowie die Möglichkeit Ressourcen zu markieren und auf diesem Weg interne Kosten für bestimmte Anwendungen zu kalkulieren, welche die verschiedenen Ressourcen nutzen. Die Lösung soll vor allem die Bereitstellung und Verwaltung von Infrastructure-as-a-Service-(IaaS)-Szenarien erleichtern und verbessern.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist