Unternehmensbezogene Studie geplant

IDC startet Projekt zu KI und Machine Learning

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Matthias Zacher, Research und Consulting Manager von IDC
Matthias Zacher, Research und Consulting Manager von IDC (Bild: IDC)

Die Marktforscher von IDC werden in Kürze eine Studie rund um den Themenkomplex Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning in Angriff nehmen. Dabei werden deutsche Unternehmen zu ihren Plänen und den Herausforderungen befragt.

Laut IDC verschiebt sich der Fokus in der Analytik immer mehr zu Predictive Analytics, die Trend und Entwicklungen auf Basis historischer Daten ermitteln. KI und Machine Learning ermöglichen hierbei neue Wege bei Auswertung und Nutzung interner und externer Daten. Dies wiederum führt zu Innovationen etwa bei Produktentwicklung, Customer Experience oder der digitalen Transformation von IT- und Fachbereichen. KI-basierte Empfehlungen helfen Unternehmen bei schnellen und fundierten Entscheidungen. IDC sieht KI dabei durchaus als disruptive Technologie, die einen Umbruch im Umgang mit Daten und deren Analyse einleiten wird.

Technologie auf dem Vormarsch

Unternehmen hoffen beim Einsatz von KI und Machine Learning vor allem auf die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsprozesse und wollen von Skaleneffekten profitieren. „Der Markt und seine Akteure beginnen gerade damit, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und kognitive Systeme immer stärker anzunehmen“, erklärt Matthias Zacher, Research und Consulting Manager von IDC. Die Marktforscher erwarten, dass die weltweiten Ausgaben für KI und Machine Learning bis 2020 auf über 40 Milliarden US-Dollar ansteigen. Gleichzeitig soll die Hälfte aller Business-Analytics-Lösungen kognitive Algorithmen verwenden. Schon jetzt sind entsprechende Lösungen in nahezu allen Branchen verfügbar.

Wissen fehlt

IDC merkt allerdings an, dass es in vielen Unternehmen noch am nötigen Fachwissen fehlt. Derzeit kommen KI und Machine Learning vor allem zur Automatisierung von Prozessschritten oder als Hilfestellung bei Recherche, Analyse und Entscheidungsfindung zum Einsatz. Im Anwenderumfeld sieht IDC aber oft noch Unklarheit darüber, was die Technik eigentlich bietet, wie Projekte anzugehen sind oder welche Schritte Unternehmen zur Umsetzung entsprechender Initiativen gehen müssen. Anbieter müssten laut den Marktforschern hier Aufklärungsarbeit leisten. Die unscharfe Positionierung von Lösungen und Anbietern wirkt dabei erschwerend: „Die Anbieter, die sich jetzt nicht eindeutig positionieren, laufen Gefahr, obsolet zu werden – und das, bevor es überhaupt richtig losgegangen ist“, warnt Zacher.

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