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Pilotprojekt in den USA IBM Watson hilft bei der Abwehr von Cybergefahren

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das kognitive System IBM Watson soll in Zukunft IT-Sicherheitsexperten bei Analyse und Monitoring von Cybergefahren unterstützen. Ein entsprechendes Pilotprojekt ist in Zusammenarbeit mit acht US-Universitäten bereits angelaufen.

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IBM will mit Watson künftig Cybergefahren abwehren.
IBM will mit Watson künftig Cybergefahren abwehren.
(Bild: IBM)

Im Rahmen des Projekts wird Watson von rund 200 Teilnehmern intensiv für die vorgesehene Aufgabe trainiert. Neben der Unterstützung der IT-Sicherheitskräfte soll Watson künftig im Fall eines Angriffs auch Empfehlungen zu der jeweils passenden Sicherheitsstrategie geben. Ab Herbst 2016 werden IT-Studenten an den teilnehmen Universitäten große themenbezogene Datenmengen zuführen und das System damit auf seine Aufgaben vorbereiten. „Das lernende System kann sehr große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten und analysieren, schnell Muster und Anomalien erkennen und in einem weiteren Schritt auch Empfehlungen für denkbare Abwehrstrategien geben“, erläutert Gerd Rademann, Business Unit Executive Security Systems von IBM DACH.

Wissen für Watson

Der Bedarf für derartige Sicherheitslösungen ist gegeben: Unternehmen bekommen laut aktuellen Studien pro Tag im Durchschnitt rund 200.00 Hinweise auf Sicherheitsvorfälle. Zwar sind diese Vorfälle überwiegend unkritisch, ihre Bearbeitung verschlingt aber rund 21.000 Stunden jährlich oder 1,3 Millionen US-Dollar. IBM hat sich deshalb als Ziel gesetzt, Watson mit bis zu 15.000 Sicherheitsdokumenten pro Monat zu füllen. Dazu zählen auch Berichte der IBM-X-Force-Teams, die seit über 20 Jahren zu Cybersicherheit forschen. Die Berichte dokumentieren das Wissen der Experten zu über acht Millionen Spam- und Phising-Attacken sowie über 100.000 dokumentierten Systemschwachstellen.

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