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Internet der Dinge IBM gründet IoT-Geschäftsbereich

Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

IBMs Engagement in den Bereichen Big Data und Internet der Dinge lässt keine Zweifel aufkommen: Im Internet of Things (IoT) liegt die Zukunft. Das bisher eher lose Bündel an IoT-Initiativen soll jetzt einen formalen Rahmen erhalten.

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Die IBM bündelt ihre IoT-Aktivitäten in einem eigenen Geschäftsbereich.
Die IBM bündelt ihre IoT-Aktivitäten in einem eigenen Geschäftsbereich.
(Bild: IBM)

Zu diesem Zweck gründet Big Blue einen eigenen Geschäftsbereich „Internet of Things“, der für die kommenden fünf Jahren mit drei Milliarden US-Dollar ausgestattet werden soll.

Nach bewährtem Muster

Die neue Business Unit soll IBMs bisherige Angebote und Initiativen, wie etwa Smarter Planet und Smarter Cities sowie die Big-Data-Lösungen des Unternehmens zur Auswertung der Datenströme aus Sensoren unter einem Dach zusammenführen. Einer ähnlichen Strategie hatte IBM bereits mit den Geschäftsbereichen E-Commerce, Analytics, Cloud und Cognitive Computing verfolgt, in die anfangs ebenfalls über eine Milliarde US-Dollar geflossen waren.

Der neue IoT-Geschäftsbereich soll sowohl Hardware als auch Software und Cloud sowie Consulting-Dienstleistungen umfassen. Rund 2.000 Mitarbeiter, darunter Forscher, Consultants und Entwickler, die sich bei IBM bisher mit dem Internet der Dinge und den darauf aufbauenden Analytics-Angeboten befasst haben, werden ein neues organisatorische Zuhause unter einem gemeinsamem Dach bekommen.

Und darüber hinaus

IBM will in die Gründung des neuen Geschäftsbereichs auch sein Partnernetzwerk einbeziehen. Das betrifft beispielsweise die Unternehmen ARM, AT&T und The Weather Company. Die Partnerschaft mit The Weather Company war ebenfalls bereits im März sozusagen als erstes Projekt der neuen Business Unit bekannt geworden.

The Weather Company ist das Mutterunternehmen von Weather Channel, einer Firma, die Wetterdaten aus mehr als 100.000 Sensoren in Flugzeugen, Drohnen, Gebäuden oder in Smartphones einsammelt und in IBMs Cloud speichert, um daraus lokal begrenzte Wettervorhersagen zu berechnen. In der neuen Business Unit soll auch IBMs Bluemix-PaaS eine zentrale Rolle einnehmen und als Plattform für auf das IoT angepasste Dienste der neuen Unit dienen.

Als Vice President und General Manager der neuen Business Unit soll künftig Harriet Green, ehemals CEO und Executive Director der Thomas Cook Group und von Premier Farnell plc, die Entwicklung dieser und anderer neuer Wachstumsgeschäfte verantworten.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist