IoT-Fabrik

General Electric errichtet IoT-Fabrik in Kanada

| Redakteur: Sariana Kunze

General Electric (GE) investiert in hochmoderne Produktionsanlage – Brilliant Factory – für das „Internet der Dinge“.
General Electric (GE) investiert in hochmoderne Produktionsanlage – Brilliant Factory – für das „Internet der Dinge“. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Der US-amerikanische Energiekonzern General Electric (GE) baut in Welland, Ontario, eine der technologisch modernsten Produktionsstätten der Welt. Die „Brilliant Factory“ wird energieeffiziente Industriemotoren für den weltweiten Einsatz herstellen. Anwendungsgebiete sind unter anderem Energie-Backup-Systeme für Krankenhäuser und Flughäfen. Der Produktionsbeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Die rund 42.000 qm große Produktionsstätte folgt konsequent dem Ansatz des „industriellen Internets der Dinge“. Die Maschinen der neuen Anlage von GE werden voll in ein Netzwerk von Kontrollsystemen, Sensoren und Software integriert. Das bringt einen außergewöhnlich hohen Grad an Flexibilität, sodass eine große Vielfalt an unterschiedlichen Komponenten produziert und bei Bedarf kurzfristig an veränderte Marktbedürfnisse angepasst werden kann.

Motoren mit Doppelfunktion: Maschinen antreiben und Energie generieren

Die produzierten Motoren laufen mit einer ganzen Bandbreite von Treibstoffen, einschließlich herkömmliches Gas, Propangas, Deponiegas und Biogas. Zudem haben sie Co-Generierungsfähigkeiten, das heißt sie können genutzt werden, um Wärme oder Elektrizität zu generieren und gleichzeitig als Antriebsmaschinen dienen. 80 Prozent der Produktion sind für den Export bestimmt.

USA nicht gut genug für IoT-Fabrik

„Ontario war mit seinen hochqualifizierten Arbeitskräften, seiner Nähe zu den USA und der nachhaltigen Unterstützung durch die dortige Regierung eine natürliche Entscheidung für GE, als es darum ging, unsere Produktionsanlage aus den USA nach Kanada zu verlagern“, so Elyse Allan, Präsidentin und CEO von GE Canada. GE begann sein Engagement in Kanada bereits 1892 mit einer von Thomas Edison gegründeten Produktionsfabrik in Peterborough. Mittlerweile sind rund 7.000 Mitarbeiter bei CE Canada beschäftigt, knapp 3.400 davon in Ontario.

Die Premierministerin von Ontario, Kathleen Wynne, sieht in der Entscheidung von GE ein „enormes Vertrauensvotum für die Arbeitnehmer in der Region von Welland und Niagara“. Durch die neue Anlage werden in den nächsten fünf Jahren 220 neue Arbeitsplätze in Ontario entstehen. Zudem wird eine erhebliche Steigerung der Umsätze für Zulieferer in Ontario erwartet. „Die neue Anlage von GE in Welland wird an der Spitze industrieller Innovation und Technologie stehen. Das Projekt verdeutlicht Ontarios Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Ökonomie“, lobt Brad Duguid, Minister für ökonomische Entwicklung und Wachstum.

Die Regierung von Ontario stellt für den rund 190 Mio. Dollar schweren Bau der neuen Produktionsanlage einen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 21 Mio. Dollar zur Verfügung. Die Förderung wird finanziert über den „Jobs and Prosperity Fund“, das größte Investitionsprogramm zur Stärkung der Infrastruktur in der Geschichte der Provinz. Zudem hat die Regierung von Ontario das Projekt durch Standortberatungsdienstleistungen unterstützt. Dazu gehörten unter anderem die Bereitstellung von standortbezogenen Informationen und die Koordination von Genehmigungsvoraussetzungen zwischen verschiedenen Ministerien und Regierungsebenen.

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