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Internet der Dinge Gemeinsame Plattform überwacht die Geräte

| Autor / Redakteur: Carina Schipper / Nico Litzel

IBM und Diehl Controls, ein Hersteller für intelligente Sensoren und Steuerungstechnik, kündigten eine Pilot-Cloud-Plattform an. Sie ermöglicht Haushaltsgeräteherstellern auf der Grundlage von Daten aus dem Internet of Things (IoT), den Zustand ihrer Geräte, die bei ihren Kunden stehen, aus der Ferne zu beobachten. Die gleiche Plattform können auch Energieunternehmen nutzen, um die Versorgung mit Energie besser zu steuern.

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Was früher mühsame Handarbeit war geht heute mit der Waschmaschine automatisch. Bald soll diese nicht nur waschen, sondern auch über das Internet kommunizieren können.
Was früher mühsame Handarbeit war geht heute mit der Waschmaschine automatisch. Bald soll diese nicht nur waschen, sondern auch über das Internet kommunizieren können.
(Bild: Boston Public Libary, CC BY 2.0, flickr.com)

Die Zusammenarbeit gehört zu den Investitionen der IBM in Höhe von drei Milliarden US-Dollar zum Aufbau einer neuen IoT-Geschäftseinheit in den nächsten vier Jahren, heißt es. Der Großteil der Haushaltsgerätehersteller und Energieunternehmen sucht nach Lösungen für das Smart Home. Dort finden sich bisher allenfalls Insellösungen für die Bedienung der Geräte in Form von Apps. Auch den Energieunternehmen fehlen die richtigen Werkzeuge für neue Services. Die neue Plattform soll die Haushaltsgeräteherstellern bei der vorausschauenden Wartung helfen und Software-Updates, Remote Diagnostics sowie Fehlerbehebung in Echtzeit unterstützen. Das ermöglicht ihnen, die entsprechenden Services online anzubieten. Falls beispielsweise ein Wäschetrockner einen neuen Flusenfilter braucht, erhält der Kunde diese Information in einer E-Mail beziehungsweise bekommt ein Wartungstermin angeboten. „Das IoT generiert massenhaft Daten – von Smartphones, Fahrzeugen, Haushaltsgeräten und Industrieanlagen – die gesammelt, analysiert und für die aktive Nutzung aufbereitet werden können“, sagt Pat Toole, General Manager, IBM Internet of Things.

Strom und Heizung laufen über das Netz

Die Entwicklung eignet sich auch für Energieversorger und den Energiehandel. Sie erfasst Daten für die dezentrale Energieversorgung über Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen. Mit dem Remote-Energy-Management-Control-Center lassen sich auf der Basis von Verbrauchsdaten, der Einspeisung regenerativer Energien oder aktuellen Handelspreisen die Versorgung und Preisgestaltung verbessern, stellen die Projektpartner in Aussicht. Das Remote-Energy-Management-Control-Center verarbeite hierzu die von Sensoren in den Haushalten erfassten individuellen Verbrauchsdaten und sende sie über einen Router direkt in die Cloud, heißt es. Der Partner Technicolor / Virdata liefert die technologische Grundlage, um eine große Anzahl von Geräten gleichzeitig mit der Cloud stabil zu verbinden. IBM wird die Software von Virdata in ihr Infrastrukturmodell integrieren und als Cloud-Service auf IBM Soft Layer anbieten.

Bild: Boston Public Libary, CC BY 2.0, flickr.com

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