Projekt Anastacia

Gemeinsam für mehr Sicherheit im Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Robert Horn / Nico Litzel

Die Sicherheit im Internet der Dinge ist derzeit kaum gewährleistet.
Die Sicherheit im Internet der Dinge ist derzeit kaum gewährleistet. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In einem europäischen Großprojekt namens Anastacia haben sich 14 IT-Unternehmen aus sieben Ländern zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Eine standardisierte Lösung für mehr Sicherheit und Vertrauen im Internet of Things (IoT).

Anastacia, das steht für „Advanced Networked Agents for Security and Trust Assessment in CPS/IoT Architectures“. Ziel des Projekts ist eine ganzheitliche Lösung, die für Vertrauen und Sicherheit in Cyber-physischen Systemen sorgt. Diese soll auf IoT- und Cloud-Architekturen basieren. Der IT-Dienstleister Atos ist einer der Partner des Projekts.

Atos bringt nach eigenen Angaben seine Erfahrung im Bereich Cybersicherheit in das Projekt ein und bietet Architekturlösungen, um eine integrierte Plattform für IoT-Service-Provider zu schaffen. Atos wird zudem Mechanismen implementieren, die die Geräte überwachen, automatisch auf Cyber-Angriffe reagieren und die Entwicklung von Steuerprogrammen vorantreiben, die in die Geräte oder auf Remote-Servern eingebettet sind.

Keine Standards, keine Sicherheit

Derzeit ist eine hohe Anzahl von Geräten (Wearables, Haushaltsgeräte oder Drohnen) mit dem Internet verbunden und interagiert miteinander. Trotz der Fülle an Anwendungen kommen die Sicherheit und der Schutz persönlicher Daten häufig zu kurz, was in jüngster Zeit zu Angriffen auf persönliche Daten führte. Darüber hinaus mangelt es an branchenweit einheitlichen Standards für Prozesse, Protokolle und Praktiken dieser Services in einer derartigen Infrastruktur.

„Das Anastacia-Projekt zielt darauf ab, eine integrierte Plattform zu entwickeln, um sichere Services für IoT-basierte Architekturen bereitzustellen und kommende Herausforderungen zu überwinden“, erklärt Rodrigo Díaz, Leiter des Labors für Cyber-Sicherheit in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Atos. „Die Lösung beinhaltet Mechanismen, die die Sicherheit von IoT-Services in allen Lebenszyklusphasen garantieren: von der Entwicklung basierend auf dem Security-by-Design-Prinzip bis hin zur Bewertung und Reaktion auf Risiken und Bedrohungen anhand der Geräteüberwachung.“

Zusätzlich sollen mit demAnastacia-Projekt Ressourcen aus anderen Netzwerken, etwa der Cloud, mithilfe der Orchestrierung virtueller Komponenten, wie Software Defined Networking (SDN) und Network Function Virtualization (NFV), integrierbar werden. Das verbessert die Kontrolle über die allgemeine Sicherheit des Systems. Anastacia erarbeitet zudem ein dynamisches Siegel für Sicherheit und Datenschutz, das eine Gesamtbewertung der Sicherheitsstufe einer IoT-Infrastruktur ermöglicht.

„Wir sind stolz auf unser tiefgehendes Engagement beim Anastacia-Projekt. Cyber-Sicherheit ist eine wichtige Komponente unserer Digital Transformation Factory. Die kontinuierliche Beteiligung am europäischen Ökosystem stärkt unsere Fähigkeit, unseren Kunden und Partnern eine sichere digitale Transformation zu bieten“, sagt Chris Moret, Vice President Cybersecurity von Atos.

14 Partner, 7 Länder

Das unter Beteiligung des Horizont-2020-Programms der Europäischen Kommission gegründete Anastacia wird von einem Konsortium von 14 Partnern aus sieben Ländern unterstützt: Atos (Spanien), Softeco (Italien), Thales (Frankreich), Ericsson (Finnland), United Technologies Research Center (Irland), Universität von Murcia (Spanien), Montimage (Frankreich), nationaler Forschungsrat CNR (Italien), Universität von Aalto (Finnland), Ubitech (Griechenland), Mandat International (Schweiz), Odin Solutions (Spanien), Device Gateway (Schweiz) und Archimede Solutions (Schweiz). Das Projekt begann am 1. Januar 2017 und erstreckt sich über drei Jahre.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Maschinenmarkt.

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