Netzwerkzugangsrichtlinien aktualisieren

Gartner-Studie rechnet bis 2020 mit 21 Milliarden IoT-Geräten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gartner rät zur Vorbereitung auf die wachsende Zahl an IoT-Geräten.
Gartner rät zur Vorbereitung auf die wachsende Zahl an IoT-Geräten. (Bild: Gartner)

Laut einer aktuellen Prognose der Marktforscher von Gartner wird es bis 2020 weltweit 21 Milliarden IoT-Geräte geben. Um auf Angriffe über IoT-Geräte vorbereitet zu sein, sollten Unternehmen deshalb ihre Netzwerkzugangsrichtlinien aktualisieren.

Rund sechs Prozent dieser Geräte werden laut Gartner auf den Einsatz in der Industrie entfallen. Schwierigkeiten gibt es aber bei der Identifizierung dieser Devices und der entsprechenden Kennzeichnung in den eigenen Netzwerkzugangsrichtlinien. Letztere sollten den Marktforschern zufolge aktualisiert werden, um nahtlos auf Attacken über die IoT-Geräte reagieren zu können.

Überblick behalten

„Nachdem viele Unternehmen auf eine Bring-your-own-device-Strategie gesetzt haben, müssen sie nun die Geräte ihrer Mitarbeiter in ihr Firmennetzwerk integrieren. Zudem werden die prognostizierten 21 Milliarden IoT-Geräte ebenfalls Zugang zum Unternehmensnetz benötigen“, erklärt Tim Zimmermann, Research Vice President von Gartner. „Ob Überwachungskamera für den Parkplatz, Bewegungsmelder oder die Klimatechnik für das gesamte Gebäude – die Fähigkeit, alle IoT-Geräte identifizieren, sichern und isolieren zu können, macht die Verwaltung komplizierter“, ergänzt er.

Kooperation ist wichtig

Viele IoT-Geräte werden Wireless-Netzwerke nach 802.11ac nutzen. Umso wichtiger sei laut Gartner, dass die IT-Abteilungen direkt mit der Haustechnik und anderen Business Units zusammenarbeiten. Nur so lassen sich alle Geräte und Projekte in Verbindung mit der Unternehmensinfrastruktur und dem Netzwerk zuverlässig erkennen. Sind alle Geräte im Firmennetz identifiziert, müssen die Netzwerkzugangsrichtlinien in eine unternehmensweite Policy-Enforcement-Strategie integriert werden. Auf diese Weise wird festgelegt, ob und wie die IoT-Geräte verbunden sind und welche Rolle sie übernehmen, was letztlich über ihre Zugriffsmöglichkeiten entscheidet.

Best Practices umsetzen

Zudem sollte die Umsetzung zusätzlicher Best Practices für das Firmennetzwerk in Betracht gezogen werden. Gartner nennt beispielsweise die Einführung einer Connectivity-Policy, da viele IoT-Geräte über WiFi verbunden werden, oder den Einsatz von Packet Sniffern, um mögliche Übeltäter im Netzwerk zu erkennen. Auch der Einsatz virtueller Segmente ist möglich, was etwa die Trennung des IoT-Traffics vom restlichen Datenverkehr im Netzwerk gewährleistet. Über dieses Konzept soll sich außerdem künftig der Datenverkehr einzelner Segmente priorisieren lassen.

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