Machtverschiebung von der IT hin zu den Fachabteilungen

Gartner sieht traditionelle BI- und Analytics-Modelle bedroht

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gartner hat einige Prognosen zur Zukunft von BI und Analytics veröffentlicht.
Gartner hat einige Prognosen zur Zukunft von BI und Analytics veröffentlicht. (Bild: Gartner)

Bisher genutzte Business-Intelligence- und Analytics-Verfahren könnten bedroht sein, da sich der Fokus von der IT zu den Unternehmen verlagert, so die Marktforscher von Gartner.

Laut den Experten werden die Zunahme von Data Discovery, der Zugang zu mehrfach strukturierten Daten, Tools zur Datenaufbereitung und intelligente Funktionen den Zugang zu Analytics weiter demokratisieren und die Notwendigkeit von Governance unterstreichen. Bis 2017 sollen laut Gartner die meisten Business-Anwender und Analysten in Unternehmen Zugang zu Self-Service-Tools für die Datenaufbereitung haben. In der näheren Zukunft sind grundlegende Mashup-Funktionen für Business-User ein fester Bestandteil von Data-Discovery-Tools. Anbieter solcher Lösungen werden laut den Marktforschern auf diese Nachfrage reagieren und die entsprechenden Funktionen ausbauen, um fortschrittliche Datenaufbereitungsmöglichkeiten zu schaffen.

Intelligente Funktionen nehmen zu

Zudem hat Gartner einige weitere Prognosen für das Business-Intelligence-Umfeld getroffen. So sollen bis 2017 die meisten Data-Discovery-Tools über intelligente Funktionen verfügen, um die Reichweite interaktiver Analysen auszubauen. Insbesondere die Kombination aus intelligenter Mustererkennung und verbesserter Datenaufbereitung sollen fortschrittliche Analysen einer breiteren Nutzerschicht zugänglich machen. „Wie und welche Anwender Erkenntnisse aus Data-Discovery-Tools gewinnen, wird sich durch die neuen Ansätze möglicherweise verändern“, erklärt Rita Sallam, Research Vice President von Gartner. Der potenzielle Wettbewerbsvorteil könne zudem dafür sorgen, dass intelligente Data-Discovery-Funktionen zur Standardausstattung entsprechender Plattformen werden.

Zu wenig Governance für BI-Initativen

Gartner erwartet außerdem, dass im Laufe des Jahres 2016 weniger als zehn Prozent der Self-Service-BI-Initativen ausreichender Governance unterstehen, um geschäftsschädigende Inkonsistenzen zu vermeiden. Der Wunsch der Anwender nach Zugang zu Geschäftsdaten konnte von der IT nicht befriedigt werden, was in vielen Unternehmen zu Self-Service-BI-Initiativen geführt hat. Anbieter haben hierauf mit einfach nutzbaren, schnell zu implementierenden und oft Cloud-basierten Lösungen für grundlegende Abfragen, Analysen und Reporting reagiert. In vielen Fällen werden diese Lösungen von Business Units unter Umgehung der IT eingeführt, was zu inkonsistenter oder unvollständiger Datennutzung führen kann.

Mehr Kontrolle absehbar

„Durch die eingeschränkte Governance von Self-Service-BI-Implementierungen sind sie, abgesehen von der Bereitstellung von Daten für Endanwender, nur in wenigen Fällen erfolgreich“, erklärt Doug Laney, Research Vice President von Gartner. „Zusammen mit zunehmenden Fällen von Datenschutz- und Sicherheitsverstößen bremst das die Begeisterung der Marktführer für Self-Service-BI“, ergänzt er. Um diese negativen Effekte zu vermeiden, erwartet Gartner eine Rückkehr zu mehr kontrollierten oder IT-geführten BI-Implementierungen in Unternehmen. Anbieter werden jedoch weiterhin beide Varianten bedienen. Der komplette Report „Predicts 2015: Power Shift in Business Intelligence and Analytics Will Fuel Disruption“ steht auf der Gartner-Homepage bereit.

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