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Investitionen ins Big Data Framework offenbar rückläufig Gartner-Report sieht Zurückhaltung bei Hadoop

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Einer im Februar und März dieses Jahres unter 284 sogenannten Gartner-Research-Circle-Mitgliedern durchgeführten Umfrage zufolge hatten erst 125 der befragten IT-Manager und Führungskräfte in Hadoop investiert oder planten, das zu tun.

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Gartner Report: Hadoop-Investitionen in Unternehmen stagnieren
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(Bild: Gartner)

Laut Aussage von Nick Heudecker, Research Director bei Gartner, hatten 54 Prozent der in der Studie Befragten trotz des Hadoop-Hypes der vergangenen Monate und in Anbetracht der Erfolge vieler Early Adopters keine Pläne, gegenwärtig in Big Data Analytics mit Hadoop zu investieren.

Nur 18 Prozent haben angegeben, in den kommenden zwei Jahren investieren zu wollen. Darüber hinaus sind laut Gartner selbst diejenigen, die das Big Data Framework bereits nutzen, nicht unbedingt bereit, weitere Investitionen zu tätigen. Heudecker folgert daraus, dass die Begeisterung für Hadoop innerhalb der nächsten zwei Jahre im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren zurückgehen wird.

Kosten-Nutzen-Rechnung geht nicht auf

Konkret gaben nur 26 Prozent der Befragten an, bereits mit Hadoop zu experimentieren, während elf Prozent innerhalb von zwölf Monaten und sieben Prozent innerhalb der nächsten 24 Monate planten, in Hadoop-Technologien zu investieren. Aus den gegebenen Antworten ließen sich laut Gartner zwei Gründe für die Zurückhaltung ablesen: Zum einem fehle ein konkreter Anlass, sodass Hadoop-Projekte keine Priorität genössen, zum anderem stünde in der Wahrnehmung zahlreicher Befragter der erzielbare Nutzen in keinem Verhältnis zu den notwendigen Investitionen, etwa bei der Anschaffung zusätzlicher Hardware und dem aufzubauenden Know-how.

Fokus auf Bestandskunden

Die große Anzahl an Befragten ohne konkrete Pläne macht Gartner zusammen mit der Zahl derer, die bereits in Hadoop-Projekte investiert haben, für den prognostizierten Rückgang der Hadoop-Investitionen verantwortlich. Das Fehlen von kurzfristigen Plänen für ein Hadoop-Engagement lege außerdem die Annahme nahe, dass sich trotz eigentlich anhaltender Begeisterung für Big Data die Nachfrage nach Hadoop auch nicht beschleunigen wird, so Merv Adrian, Research Vice President bei Gartner.

Die größte Hoffnung für ein Umsatzwachstum bei Hadoop-Anbietern scheint demnach darin zu liegen, sich auf ihrer bestehenden Kunden zu konzentrieren.

Was sind die Gründe?

Auf der Suche nach weiteren Gründen für die Hadoop-Zurückhaltung monierten 57 Prozent der befragten Unternehmen fehlendes Know-how und mangelnde Erfahrung. Selbst die verfügbaren Werkzeuge helfen laut Umfrage nur einer kleinen Zahl von Experten weiter. Ferner förderte die Umfrage zutage, dass 49 Prozent der befragten Teilnehmer Schwierigkeiten haben, den Wert von Big Data Analytics für das eigene Unternehmen zu erkennen.

Die Gartner-Analysten kommen auch zu dem Schluss, dass viele Unternehmen beim Hadoop-Framework und den Tools rund um das Hadoop-Ökosystem Funktionen für die Verwendbarkeit durch mehrere Nutzer vermissen.

Weitere Informationen

Weitere Details zur Umfrage erläutern die Gartner-Analysten im Webinar „Survey Says: Slow, Steady, Staged Hadoop“. Dieses steht interessierten Nutzern nach einer Registrierung kostenlos zur Verfügung.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist