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Supply Chain Fraunhofer IML kombiniert Blockchain mit dem Internet of Things

Autor / Redakteur: Katharina Juschkat / Nico Litzel

Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung der Logistik: Das Fraunhofer-IML hat jetzt das erste Blockchain-Gerät für die Logistik entwickelt.

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Das erste Blockchain-fähige IoT-Gerät für die Logistik hat jetzt das Fraunhofer-IML entwickelt.
Das erste Blockchain-fähige IoT-Gerät für die Logistik hat jetzt das Fraunhofer-IML entwickelt.
(Bild: Fraunhofer-IML)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) haben jetzt den Prototypen eines Blockchain-Devices vorgestellt. Damit sollen in Zukunft beispielsweise temperaturempfindliche Waren wie Lebensmittel, Medikamente oder Impfstoffe entlang weltweiter Lieferketten überwacht werden.

Das Blockchain-fähige IoT-Gerät kann Daten von Lieferketten in Echtzeit erfassen und verfügt über eine autonome Real-Time-Steuerung. Positions- und Sensordaten dokumentieren die Überwachung der Transportkette inklusive einzuhaltender Bedingungen ohne Lücke. Das Gerät ist „IDS ready“, also für die Implementierung in den International Data Space vorbereitet.

Es ist die erste Geräteentwicklung des Europäischen Blockchain-Instituts am Fraunhofer-IML in Dortmund und Prototyp einer Reihe Blockchain-basierter Entwicklungen made in NRW.

Bis zu zwei Jahre Akkulaufzeit

Das Blockchain-Gerät ist eine komplette Neuentwicklung, angefangen bei der Computer-Hardware über die Software des Temperatursensors bis zum Blockchain-Client. Es wird ähnlich einer Einsteckkarte in einen Standardbehälter eingesteckt und ist knapp 9 mm hoch. Die Kommunikation ist 5G-kompatibel. Es verfügt über ein E-Ink-Display, verschiedene Sensoren wie Temperatur, Lage und Beschleunigung und hat eine Akkulaufzeit zwischen 14 Tagen (Dauerbetrieb) und zwei Jahren (Low-Power-Betrieb).

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Institutsleiter ten Hompel über die Vorteile: „Mithilfe der Blockchain-Technologie werden schon bald nicht nur Daten, sondern reelle Werte rechts- und prozesssicher verhandelt und gebucht.“

Technische Daten:

  • Prozessor: STM32MP1 mit Dual A7 Core für den Linuxbetrieb + Ultra-Low-Power-Pozessor Cortex M4 für lange Laufzeit
  • Linux-Betriebssystem, das für die Blockchain genutzt wird und über den Inter-Processor Communication Controller mit dem M4 Core kommuniziert, der für die Erfassung der Sensordaten und Benutzereingaben zuständig ist. Das Linux-BS kann so in weiten Bereichen energiesparend im Bereitschaftsmodus betrieben werden und wird nur bei Events aktiviert.
  • Optional: WLAN/Bluetooth Interface (2.4 Ghz)
  • Kommunikation über Cat-M1 + NB-IOT Modem
  • E-Paper-HD-Display mit 1440 x 1072 Pixel
  • Bedienung mit bis zu 8 Tastern
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • Akku mit Energie-/Lademanagement für mehrjährigen Betrieb
  • Temperatur- und Feuchtigkeitssensor außen und Temperatursensor innen. Modular um weitere Sensoren erweiterbar
  • Blockchain Framework Tendermint (Open Source)

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal MaschinenMarkt.

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