Cluster Mobility & Logistics legt nach Forschungsprojekt zu Condition Monitoring gestartet

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der in der TechBase Regensburg beheimatete Cluster Mobility & Logistics hat ein neues Forschungsprojekt im Bereich Industrie 4.0 erfolgreich angestoßen. Im Mittelpunkt steht das Thema Condition Monitoring.

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Der Cluster Mobility & Logistics widmet sich der Forschung an Industrie-4.0-Lösungen.
Der Cluster Mobility & Logistics widmet sich der Forschung an Industrie-4.0-Lösungen.
(Bild: Cluster Mobility & Logistics)

Konkret starten die Technische Hochschule Deggendorf, die Technische Universität München sowie die Regensburger Unternehmen Schindler & Schill und SYSTEMA ein gemeinsames Projekt. Es sieht die Umsetzung des praxistauglichen Condition-Monitoring-Systems SI-CM3S („Secure Industrial Condition Monitoring with high functional reliability“) für die breite Anwendung in der Industrie vor.

Beim Condition Monitoring handelt es sich um die kontinuierliche Überwachung von Maschinen und Anlagen auf Grundlage physikalischer Größen wie etwa Temperatur oder Schwingungen. Mittels der so erhobenen Daten lassen sich Rückschlüsse auf notwendige und wirtschaftliche Instandhaltungen ziehen. Die Partner sehen diesen Bereich als zentrale Schlüsseltechnologie, um zunehmend komplexere Anlagen in der Industrie wirtschaftlich betreiben zu können.

Weiterführung erfolgreicher Ideen

Dabei stehen vor allem Aspekte wie Datenschutz, Datensicherheit und Vermeidung von Industriespionage im Fokus. Bislang waren Condition-Monitoring-Systeme häufig auf eine Cloud-Anbindung angewiesen. SI-CM3S soll deren wesentliche Nachteile unterbinden: So sollen Verfahren entwickelt werden, in deren Rahmen die Produktionsdaten nur bedingt oder gar nicht die Unternehmensgrenze verlassen.

Die Idee entstammt dem Clusternetzwerk „SeDiPeT“, in dem die Partner Mitglieder sind. Das mit 700.000 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums geförderte Projekt basiert auf dem erfolgreich abgeschlossenen Vorgänger MobiCM („Mobiles Condition Monitoring System“). Hierbei wurde ein intelligenter Netzanalysesensor auf Basis unterschiedlicher Signalerfassungs- und Analyseverfahren entwickelt, der die Zustandsüberwachung von Produktionsmaschinen ermöglicht.

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