Produzierendes Gewerbe verkennt Chancen

Firmen skeptisch gegenüber Big-Data-Anwendungen

| Autor / Redakteur: Isabelle Hübler / Nico Litzel

Im produzierenden Gewerbe bleiben Chancen durch Big Data oft ungenutzt.
Im produzierenden Gewerbe bleiben Chancen durch Big Data oft ungenutzt. (PAC / Freudenberg IT)

Jedes drittes Industrieunternehmen nutzt keine Big-Data-Anwendung. Grund dafür ist die vermeintlich schlechte Kosten-Nutzen-Relation. Dabei kann die Auswertung von großen Datenmengen ein Mehrwehrt für die Fertigungsbranche sein.

In einer groß angelegten Studie des Marktforschungsinstitutes Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT zeigte sich, dass in kaufmännischen Unternehmensbereichen die Datenanalyse weitgehend etabliert ist. In der Produktion und bei zukunftsgerichteten Analysen wird dagegen oftmals auf Big-Data-Anwendungen verzichtet.

Schnelle Informationen

Dabei wäre für viele Industrieunternehmen die Datenanalyse ein echter Vorteil: Der weltweite Erfolg hängt laut PAC in vielen Fällen davon ab, wie schnell alle verfügbaren Informationen über beispielsweise Auftrags- und Lagerbestände, Produktionsauslastung oder Absatzentwicklung ausgewertet und zu fundierten Entscheidungsgrundlagen verdichtet werden können.

Datenmenge wächst

Gerade in der Fertigungsindustrie steigt die Datenflut aufgrund der immer engeren Verzahnung von Geschäfts- und Produktionsprozessen rapide an. „Die zunehmende Vernetzung von Anlagen und Maschinen im Shop Floor bis hinab auf die Ebene der Sensoren und Aktoren generiert enorme Mengen an Status- und Bewegungsdaten. Tatsächlich nutzbar für eine quasi selbstregulierende Produktionssteuerung werden diese Informationsmengen aber nur, wenn sie in Echtzeit ausgewertet und ebenso schnell im ERP-System, also im Top Floor, verfügbar sind", erklärt Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT, die Studienergebnisse. Dennoch haben erst 38 Prozent der von PAC befragten Unternehmen Datenauswertungen zur Echtzeitüberwachung ihrer Produktion im Einsatz.

Big Data sorgt für Wettbewerbsfähigkeit

Dabei ist Big Data vor allem für das Voranschreiten von Industrie 4.0 essentiell: „Das Zukunftsmodell der intelligenten Industrie-4.0-Fabrik ist aus unserer Sicht absolut entscheidend für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fertigungsbranche“, verdeutlicht Reichardt. Ohne In-Memory-Technologien wie etwa SAP HANA sei die Vision der Smart Factory kaum zu verwirklichen.

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