Industrie 4.0

FHWS wird zur Industrie-4.0-Testumgebung

| Autor / Redakteur: Sebastian Human / Nico Litzel

Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt soll zur Industrie-4.0-Testumgebung werden.
Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt soll zur Industrie-4.0-Testumgebung werden. (Bild: Fotos Sabina Roman (li.) und FHWS / Klein)

Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) wurde erfolgreich als Entwicklungs- und Anwendungsumgebung für Industrie-4.0-Projekte klassifiziert, die speziell auf klein- und mittelständische Unternehmen ausgerichtet sein sollen.

Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt erhielt im Rahmen der Fördermaßnahme „Industrie 4.0-Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Klassifizierung als Testumgebung. Damit kann die Hochschule künftig als offizielle Anlaufstelle für Unternehmen dienen, die den Ein- oder Umstieg auf Industrie 4.0 im Visier haben.

In diesem Umfeld sollen beispielsweise Projektentwürfe unter realen Konditionen gedeihen und getestet werden, darüber hinaus will die FH auch beim Formulieren und Einreichen von Förderanträgen beratend zur Seite stehen. Verantwortlich hierfür sind die Teams um Dr. Christoph Bunsen (c-factory, vernetzte Produktion), Dr. Bastian Engelmann (Starterkits I4.0, Industrial IoT und Fertigungsautomatisierung) und Dr. Jan Schmitt (I4.0-Professur, Entwicklungs- und Anwendungsumgebungen I4.0).

Das Angebot soll insbesondere denjenigen Unternehmen zugutekommen, die aufgrund starker Konjunktur keine Kapazitäten zur Recherche oder Antragsstellung schaffen oder frei machen können. Um von diesem profitieren zu können, müssen die jeweiligen KMUs auf das thematische Umfeld von Industrie 4.0, Cyber-Physischer Systeme (CPS) oder des Internet der Dinge ausgerichtet sein und die Entwicklung, Erprobung oder Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen oder digitaler Dienstleistungen im Fokus haben.

Weitere Voraussetzungen sind eine Mitarbeiterzahl, die 1.000 Personen nicht übersteigt, sowie ein Jahresumsatz von maximal 100 Millionen Euro. Der Zeitraum der Förderung beläuft sich auf drei bis maximal zwölf Monate; Stichtage hierfür sind der 15. März, 15. Juli und 15. November 2019. Pro Projekt dürfen interessierte Firmen mit einer Förderungssumme von bis zu 100.000 Euro rechnen, bei der sich der Förderanteil auf maximal 50 Prozent beläuft.

Vielfältige Testumgebungen

In Sachen Infrastruktur verfügt die FHWS über verschiedene interdisziplinäre entwicklungs- und anwendungsorientierte Laborräume, in deren Umfeld die Digitalisierung industrieller Produktionsprozesse durchdacht und erprobt werden kann.

Die c-Factory, eine Konzeptfabrik von Dr. Christoph Bunsen, verfügt zum Beispiel über vernetzte verfahrens- und fertigungstechnische Anlagen, sowie Roboter und Logistiksysteme, die die Anforderungen Vernetzung, Internet of Things, Flexibilität und Varianten, Mensch-Roboter-Kollaboration, Additive Fertigung, Big Data und Augmented Reality abdecken.

Eine weitere, mobile Testumgebung der FHWS bilden die I4.0-Starterkits. Hierbei handelt es sich um eine Prototypinginfrastruktur für IoT-Fragestellungen in der Produktion, die in mehrfacher Ausführung vorhanden ist. Die von Dr. Engelmann entwickelten Starterkits zielen auf die vernetzte Produktion und den Einsatz neuer Technologien zur Produkt- und Prozessoptimierung ab.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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