„Industry on Campus“-Kooperation Festo und Uni Tübingen forschen gemeinsam an autonomen Systemen

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Künftig wird der Spezialist für industrielle Automatisierungstechnik Festo gemeinsam mit der Universität Tübingen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) forschen. Im Fokus stehen dabei autonome Systeme.

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Festo und die Uni Tübingen forschen künftig gemeinsam an autonomen Systemen.
Festo und die Uni Tübingen forschen künftig gemeinsam an autonomen Systemen.
(Bild: Festo)

Festo und die Universität Tübingen unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag über eine „Industry on Campus“-Kooperation. In deren Rahmen wird Festo ein KI-Labor an der Universität aufbauen. Im Mittelpunkt der KI-Forschungen stehen autonome Systeme, die in Zukunft eine Schlüsseltechnologie für den Aufbau smarter Fabriken darstellen könnten. Deren Spanne reicht von Transportsystemen innerhalb eines Werks über flexible Produktionsanlagen bis hin zur Qualitätskontrolle. Sogenannte kollaborative Roboter können voneinander lernen und den Menschen bei repetitiven Aufgaben entlasten.

Experte vor Ort

Im Rahmen von „Industry on Campus“ ordnet Festo den KI-Experten Dr. Shahram Eivazi für fünf Jahre an die Universität Tübingen ab. Er wird dort eine Arbeitsgruppe aufbauen, die das selbstständige Lernen komplexer Aufgaben erforscht. Sie wird eng mit der Arbeitsgruppe „Human-Computer Interaction“ von Prof. Dr. Enkelejda Kasneci zusammenarbeiten. Schwerpunktthema ist Deep Reinforcement Learning für Robotik: Dabei werden neuronale mit dem Lernen durch Trial-and-Error kombiniert. Weitere Themenfelder sind Meta Learning, Edge AI, AutoMachineLearning-Ansätze, verteiltes Lernen und generative Modelle. Die Ergebnisse der Forschung sollen in bestehende und kommende KI-Anwendungen von Festo einfließen.

„Die Universität Tübingen ist die Anlaufstelle für KI-Wissenschaftler und Festo bietet ihnen spannende Fragestellungen aus der industriellen Praxis. So profitieren beide Seiten und formen die Produktion der Zukunft gemeinsam“, erklärt Jan R. Seyler, Head of Advanced Development Analytics and Control von Festo.

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