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Avanade-Umfrage veröffentlicht Fehlende nützliche Daten bremsen IoT-Szenarien

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Eine aktuelle Umfrage von Avanade zeigt, dass der Mangel an nutzbringenden Daten ein zentrales Hindernis bei der Umsetzung von IoT-Szenarien darstellt. Aber auch der Fachkräftemangel bleibt ein Problem.

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Dr. Robert Laube, Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) von Avanade
Dr. Robert Laube, Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) von Avanade
(Bild: Avanade)

Grundsätzlich ist die Einstellung der Unternehmen positiv: 72 Prozent sind der Meinung, das Internet der Dinge (IoT) zugunsten ihres Geschäftserfolgs einsetzen zu können. 17 Prozent sind dabei sogar ohne jeden Zweifel, 55 Prozent immerhin sehr zuversichtlich. Allerdings sehen dennoch satte 83 Prozent der deutschen Firmen weiterhin Herausforderungen beim IoT-Einsatz.

Vorteile erkannt

Als größten Vorteil des IoT-Einsatzes nennen die Unternehmen eine größere Produktivität am Arbeitsplatz, gefolgt von der Möglichkeit, neue Geschäftsfelder zu erschließen (jeweils 44 Prozent). Fast ebenso häufig wurde die Gestaltung maßgeschneiderter Kundenservices auf Basis von IoT-Daten genannt (43 Prozent). Je rund ein Drittel der Befragten sehen höhere Sicherheit und Effizienz in IoT-Szenarien. Im Maschinenbauland Deutschland ist das schlechte Abschneiden des Themas Predictive Maintenance eher unerwartet: Nur 21 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen hier Chancen für ihr Unternehmen, im internationalen Durchschnitt liegt dieser Wert bei rund einem Drittel der Betriebe.

„Predictive Maintenance ist nicht wirklich neu. Jedoch kann hier jetzt durch den Einsatz von IoT-Ansätzen im Zusammenwirken mit Edge-Computing ein neuer Maturitätslevel erreicht werden. Insofern ist das Studienergebnis für die vorausschauende Wartung ein wenig überraschend“, erklärt Dr. Robert Laube, Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) von Avanade.

Fachwissen und Daten fehlen

Geht es um die Hindernisse für IoT-Umsetzungen, steht das Fehlen passender Daten ganz vorn. 39 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, keine Informationen mit der nötigen inhaltlicher Qualität zu besitzen. 37 Prozent beklagen zudem das Fehlen von Experten mit dem nötigen Know-how, um IoT-Projekte erfolgreich über die Bühne zu bringen. Zudem meinen 35 Prozent der deutschen Befragten, dass in ihrem Unternehmen schlicht zu viele Daten vorhanden sind.

„Die Unternehmen haben ja die Daten – sie urbar zu machen, das ist die Kunst, an der auch einige scheitern. Positiv ist hingegen, dass 76 Prozent der Unternehmen in Deutschland angegeben haben, die richtigen Partner im Boot zu haben. Mit einem entsprechenden Ökosystem lassen sich die meisten der genannten Herausforderungen erfolgreich meistern“, meint Laube.

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