Flashback, EdgeRank, Social Graph - Big Data anschaulich erklärt

Facebook: 10 Jahre Big Data!

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Nadel im Heuhaufen - die Suche im Social Graph

Die, die immer noch daran zweifeln, dass Facebook ein Big Data-Spezialist ist, könnten an der erweiterten Suche mit mehreren Kriterien interessiert sein, die durch das soziale Netzwerk angeboten wird - ein Service namens “Suche im Social Graph”, der Nutzern seit 2013 zur Verfügung steht. Man kann beispielsweise nach Personen suchen, die “jünger als 30 sind, in San Francisco leben und Katzen lieben”.

Um die Suche zu verfeinern bietet Facebook zunächst Vorschläge in Echtzeit an, ähnlich wie Google, und dann ein Filtersystem um die Suche weiter zu verfeinern (Geschlecht, Stadt, Schule, politische oder religiöse Überzeugungen, etc.). Genauso kann man auch nach einem Restaurant, Film oder Foto suchen.

Des Weiteren bietet Facebook einen Anzeigenservice (oder “Empfohlener Beitrag, Gesponsert”), der auf sehr spezifischen Kriterien basiert, nämlich auf Interessen oder Merkmalen in Nutzerprofilen.

Monetarisierung von Daten

Facebook ist einer der weltgrößten Speicher persönlicher Daten geworden, mit einer stetig wachsenden Zahl Nutzer. Darum rückt die Monetisierung von Daten im sozialen Netzwerk immer mehr in den Vordergrund. Es kann diese Daten einerseits kollektiv vermarkten, um zum Beispiel Vorhersageanalysen für das Nutzerverhalten zur Verfügung zu stellen.

Da die Daten konsolidiert und anonym sind, wirft das System keine Datenschutz-Probleme auf. Wie auch immer, wenn sie wollten, könnte Facebook im Prinzip auch Daten zu einer bestimmten Person verkaufen, was sicherlich viele Fragen und Probleme aufwerfen würde, da das soziale Netzwerk von vielen Nutzern als Teil ihrer “Privatsphäre” betrachtet wird.

Big Brother

Was würde passieren, wenn Regierungsbehörden Zugang zu Facebook-Daten hätten, um zum Beispiel Versicherungs- oder Steuerbetrug aufzudecken? In einer Gesellschaft, die auf Demokratie basiert, dachten wir, wenigstens bis zum Snowden / NSA-Skandal, dass wir gegen solche Praktiken immun wären. Aber wir realisieren gerade, dass all das schon mehr oder weniger der Fall ist. Wie andere bedeutende Größen in der digitalen Welt, einschließlich Google und Apple, veröffentlicht Facebook jetzt Transparenzberichte, die die Details von Datenanfragen von Regierungen in der ganzen Welt beschreiben.

Yves de Montcheuil ist Vice President Marketing bei Talend.
Yves de Montcheuil ist Vice President Marketing bei Talend.
(Bild: Talend)

Internet der Dinge

In einer Zeit, in der die Zusammenlegung sozialer Netzwerke zunimmt (der Aufkauf von WhatsApp ist nur der Anfang), wird die Bandbreite gespeicherter, verarbeiteter und monetisierter Daten alles tun außer zurückzugehen. Folglich werden sich auch neue Horizonte für das Internet der Dinge eröffnen. Es ist unwahrscheinlich, dass Facebook diesen Markt seinen Konkurrenten überlässt, und es könnte uns genauso überraschen, wie Google es mit der Übernahme von Nest getan hat. Wer weiß, vielleicht nehmen wir eines Tages unsere Kaffeemaschine oder unser Auto in unsere Freundesliste auf.

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