BARC-Studie zeigt Nachholbedarf

Europäische Unternehmen sind Big-Data-Nachzügler

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Laut BARC herrscht bei Big Data in Europa noch Nachholbedarf.
Laut BARC herrscht bei Big Data in Europa noch Nachholbedarf. (Bild: BARC)

Die Studie „Big Data Use Cases“ des Analysten- und Beratungshauses BARC zeigt, dass auf dem Weg zu Industrie 4.0 noch einige Stolpersteine zu überwinden sind.

Die von Teradata mitfinanzierte Studie ergab, dass nur bei 13 Prozent der Industrieunternehmen Big-Data-Analysen bereits in die Unternehmensprozesse integriert sind. Insgesamt bleiben europäische Firmen deutlich hinter nordamerikanischen Unternehmen zurück: Dort sind Big-Data-Initiativen bei 28 Prozent der Befragten ein Teil der Geschäftsprozesse. Werden auch Pilotprojekte berücksichtigt, hat mehr als die Hälfte der nordamerikanischen Firmen praktische Big-Data-Erfahrung. In Europa haben nur 16 Prozent der Betriebe entsprechende Initiativen und 39 Prozent praktische Erfahrungen vorzuweisen. In der DACH-Region liegen diese Anteile sogar nur bei 14 und 20 Prozent.

Fehlende Expertise

Als wesentliche Probleme beim Einsatz von Big Data nannten 53 Prozent der Unternehmen mangelndes fachliches Know-how, weitere 48 Prozent zu wenig technisches Wissen. Ein weiteres Hindernis sind die Themen Datenschutz und Datensicherheit, wie jeweils knapp die Hälfte der Befragten angab. Bei 61 Prozent der Unternehmen ist das Management als Vordenker und Treiber der Big-Data-Initiativen tätig. Fachbereiche bleiben laut BARC dagegen oft passiv und starten Big-Data-Projekte deutlich seltener. Es liegt also an den Führungskräften, die entsprechenden Abteilungen und Fachbereiche zu aktivieren.

Kunde im Fokus

Am häufigsten sind geplante oder laufende Big-Data-Analysen in den Bereichen Marketing (25 Prozent) und Vertrieb (23 Prozent). Die meisten Unternehmen wollen mit den Daten ein möglichst umfassendes Bild ihrer Kunden generieren. Aber auch Bereiche wie Finanzen und Controlling, IT sowie Produktion sind mit je einem Fünftel Anteil häufig vertreten. Dass sich die Initiativen auszahlen, zeigt die Studie ebenfalls: 69 Prozent der Befragten erreichten bessere strategische Entscheidungen, mehr als die Hälfte konnte operative Prozesse besser steuern. Im Schnitt führten die Big-Data-Projekte zu einer 13-prozentigen Umsatzsteigerung und 16 Prozent weniger Kosten.

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