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Sensorik und Fernerkundung EU-Projekt DataBio soll Landwirtschaft voranbringen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Mit dem Projekt DataBio will die EU künftig Landwirte bei der Logistik unterstützen. Mit an Bord ist auch das Fraunhofer IGD, das bei der Verwaltung der anfallenden Datenmengen helfen wird.

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Das EU-Projekt DataBio ermöglicht die hochauflösende Erfassung großer Gebiete.
Das EU-Projekt DataBio ermöglicht die hochauflösende Erfassung großer Gebiete.
(Bild: Fraunhofer IGD)

Landwirte bewirtschaften oft große Flächen, die sich über hunderte Hektar erstrecken. Um dabei den Überblick zu behalten, nutzen moderne Bauern unter anderem Satellitenbilder und Bodensensoren. Das EU-Projekt DataBio („Data-Driven Bioeconomy“) soll die Landwirte beim Aufbau und Einsatz der nötigen technischen Infrastruktur unterstützen, die eine optimale Nutzung der Geodaten ermöglicht.

Effiziente Datennutzung

Zu den Projektpartnern zählt auch das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD). Es wird sich insbesondere um die interaktive und flüssige Nutzbarkeit von Big Data mit Raumbezug kümmern. Dazu werden die von anderen Partnern aus Fernerkundung und Sensorik erhobenen Daten an das Institut weitergegeben. Dort folgt die effiziente Speicherung und Verwaltung der Informationen mittels einer speziell dafür entwickelten Plattform. Zusätzlich kommen innovative Methoden für Analyse und Erkundung zum Einsatz. Das Fraunhofer IGD kombiniert dazu verschiedene bewährte Methoden. So werden die Daten zum Speichern komprimiert und in die Cloud ausgelagert, um bei Bedarf verfügbar zu sein. Die Interaktivität bleibt dabei erhalten: Analyseergebnisse lassen sich jederzeit neu aggregieren, filtern und visualisieren, um spezifische Fragestellungen zu beantworten.

Pilotprojekt gestartet

In Griechenland läuft bereits ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen 50.000 Felder mit verschiedenen Pflanzenarten erfasst und die Daten vom Fraunhofer IGD alle 14 Tage aufbereitet werden. Unter anderem lassen sich so unerwünschte Pflanzen und Wildkräuter orten, die den Landwirten ein Dorn im Auge sind. Die Technik kann dabei sehr große Gebiete unterschiedlicher Landschaftstypen erfassen. So sind im Pilotprojekt bereits Vegetationsanalysen über weite Teile Griechenlands hinweg möglich. Die Nutzung dieser hochauflösenden Verfahren und Daten ist auch in anderen Anwendungsszenarien denkbar: So könnte man beispielsweise im Fall von Naturkatastrophen besonders gefährdete Gebiete schnell identifizieren und später bei der Schadensanalyse mit der vorherigen Situation vergleichen.

Weitere Details zu DataBio sind auf der entsprechenden Projekt-Website zu finden.

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