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Systemplattformen Ein Werkzeugkasten für das Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Franz Graser / Nico Litzel

Mit macchina.io hat der Softwarespezialist Applied Informatics eine Entwicklungsplattform für das Internet of Things (IoT) auf den Markt gebracht. Die auf Open-Source-Techniken aufgebaute Lösung bildet die Basis für die rasche Applikations-Entwicklung für sogenannte IoT-Gateways.

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Die Systemkomponenten von macchina.io im Überblick.
Die Systemkomponenten von macchina.io im Überblick.
(Grafik: Applied Informatics)

IoT-Gateways fungieren als Übersetzer zwischen Sensoren, Geräten und Anlagen auf der einen sowie Unternehmensapplikationen und Cloud-Diensten auf der anderen Seite. Auf diese Weise ermöglichen sie eine Kommunikation der Dinge untereinander.

Als flexible, skalierbare Plattform mit offenen Schnittstellen und Baukastensystem mit zahlreichen zuschaltbaren Einzelkomponenten lässt sich macchina.io einfach in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren und ganz nach eigenen Bedürfnissen individuell anpassen.

Auch für Kleinunternehmen

Macchina.io eignet sich damit sowohl für große Unternehmen als auch als schlankes System zum IoT-Einstieg für Kleinunternehmen und kreative Entwickler. Die Entwicklungsplattform ist in der Grundversion kostenlos downloadbar. Zusätzliche Features sowie Support-Services sind in der Pro-Version des Frameworks erhältlich.

„Wir wollten eine Plattform kreieren, die es allen schnell, einfach und ohne allzu großes Programmierwissen ermöglicht, in die Welt des Internets der Dinge einzutauchen, kreativ zu werden und darauf aufbauend neue Anwendungen zum Leben zu erwecken. Das Ergebnis ist macchina.io, unser Werkzeugkasten für das IoT“, beschreibt Günter Obiltschnig, Managing Director von Applied Informatics.

Universell einsetzbares Bindeglied

Seit über 10 Jahren beschäftigt sich der kreative Kopf hinter macchina.io mit dem Internet of Things – lange, bevor das Wort in der heute gebräuchlichen Form existierte. Mit macchina.io hat der Softwareentwickler nun ein universell einsetzbares Bindeglied zwischen Sensoren und Geräten auf der einen und Unternehmensapplikationen auf der anderen Seite geschaffen.

Die Plattform führt auch die jahrelangen Erfahrungen und das Know-how des Kärntners zum Internet der Dinge zusammen: So baut macchina.io technisch auf der über Jahre erprobten Open-Service-Platform von Applied Informatics auf und integriert außerdem die umfassenden, eigens entwickelten C++-Frameworks.

macchina.io erlaubt es, Applikationen für Linux-basierte IoT Gateways einfach und schnell in JavaScript oder C++ zu entwickeln. Dazu bietet macchina.io fertige Software-Bausteine, die individuell zusammengestellt werden können – je nach Anwendungsgebiet bzw. Notwendigkeit der im IoT-Netzwerk eingebundenen Geräte und Systeme.

So kann die Kommunikation von Sensoren oder Geräten mit Cloud-Diensten oder Unternehmensapplikationen über HTTP(S), REST- und SOAP-Webservices oder MQTT stattfinden. Auch die Implementierung von REST-APIs beispielsweise zur Anbindung mobiler Applikationen wird unterstützt.

Ebenfalls in macchina.io integriert ist ein Web-Applikationsserver. Damit lassen sich Applikationen zur Web-basierten Echtzeitvisualisierung der erfassten Daten entwickeln.

Integrierter Web-Applikationsserver

Die Erstellung und das Testen eigener IoT-Applikationen kann mit macchina.io am eigenen Desktop durchgeführt und anschließend in Richtung Geräte ausgerollt werden – ohne jegliche Code-Änderungen. Mit my-devices.net ist zudem eine Technik zum sicheren Fernzugriff mit an Bord.

Dieser Artikel stammt ursprünglich von unserem Schwesterportal Elektronikpraxis. Verantwortlicher Redakteur: Franz Graser

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