Bücher effizient drucken trotz Big Data Druckerei C. H. Beck löst Performance-Probleme mit Nimble Storage

Autor / Redakteur: Bastian Hallbauer / Nico Litzel

22 Millionen Bücher verlassen pro Jahr die renommierte Nördlinger Druckerei C. H. Beck. Rund 60 Mitarbeiter arbeiten auf virtualisierten PCs, bei denen durch die vielen verschiedenen Druckaufträge große Datenmengen anfallen, die das bestehende Speichersystem an seine Grenzen führte.

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Die Druckerei C. H. Beck produziert jährlich 22 Millionen Bücher, vom Taschenbuch bis hin zu mehrbändigen Kassetten. Mit Nimble Storage ist das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt und kann seine Speicherkapazitäten kosteneffizient nach oben skalieren.
Die Druckerei C. H. Beck produziert jährlich 22 Millionen Bücher, vom Taschenbuch bis hin zu mehrbändigen Kassetten. Mit Nimble Storage ist das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt und kann seine Speicherkapazitäten kosteneffizient nach oben skalieren.
(Bild: Druckerei C. H. Beck)

Ob Buch, Fachbuch, Fachzeitschrift oder Einzelschriftstück: Die Druckerei C. H. Beck in Nördlingen sorgt für optimale Druck-Erzeugnisse. Seit der Gründung im Jahr 1763 wandelt das Unternehmen auf den Spuren von Gutenberg & Co. und druckt, was gelesen werden will und was gelesen werden soll. Zunächst waren das vor allem Schriften für die Rechts- und Religionswissenschaften, in Laufe der Zeit hat sich die Druckerei zu einem Spezialisten für für Wissenschaftsliteratur entwickelt.

Das Unternehmen wurde als Druckerei und Verlag in einem gegründet, doch mit dem Umzug des Verlags nach München trennten sich im Jahr 1889 die Wege. Seitdem wurden zahlreiche Neuerungen in die Druckerei eingeführt, wie der Offsetdruck 1962, der Rollenoffsetdruck 1976 und 2005 schließlich der zweifarbige Rollenoffsetdruck. Die Entwicklung gipfelte im Jahr 2009 in den Einstieg in die Hardcover-Produktion.

Über die Jahre hinweg hat sich die Druckerei so zu einem modernen Druckzentrum entwickelt, das vor allem große Auflagen bewältigen kann. Mit einer strategischen Partnerschaft mit dem in Sinsheim bei Baden-Baden ansässigen Druckhaus Nomos können auch kleinere Aufträge mit höchster Qualität abgewickelt werden. Nach und nach stellt das Unternehmen seine Dienstleistungen auch anderen deutschsprachigen Verlagen zur Verfügung. Heute steht der Name stellvertretend für hochqualitative Druck-Erzeugnisse.

Big Data im Buchdruck

Insgesamt arbeiten bei der Druckerei rund 60 Mitarbeiter auf bereits virtualisierten PCs. Durch die vielen verschiedenen Druckaufträge fallen hier nicht nur viele, sondern auch besonders große Datenmengen an, die über die IT-Systeme an die Drucker weitergegeben werden müssen. Bei diesem Vorgang müssen stets entsprechende Speicherkapazitäten vorgehalten werden, doch nicht nur das: Auch auf die Geschwindigkeit, die Verfügbarkeit und die Performance kommt es an.

So müssen alle Druckdaten ständig verfügbar sein, um schnell von einem Auftrag zum anderen wechseln zu können und damit alle Druckmaschinen so effizient wie möglich auszulasten. Hierfür musste die Druckerei schon früh auf eine professionelle Storage-Lösung zurückgreifen. Doch das zunächst eingeführte HP-System konnte mit den wachsenden Anforderungen nicht Schritt halten, deshalb begann die verantwortliche IT-Abteilung mit der Suche nach Alternativlösungen.

Ende 2012 wurde auf der Veranstaltung der VMware User Group in Stuttgart der Erstkontakt mit Pierre Flammer von Nimble Storage hergestellt. Die grünen Storage-Spezialisten konnten mit ihren technischen Argumenten überzeugen und es wurde relativ schnell eine Testinstallation vereinbart. Federführend bei diesem Vorgang waren Winfried

Zittrell, IT-Leiter der Druckerei C. H. Beck, und sein Team, dem Harald Malek, Leitz Martin und Bernd Lechner angehören. „Den Kontakt zu Nimble Storage habe ich hergestellt, weil wir uns in der VMware User Group, eine Art Arbeitskreis, regelmäßig in einer kleinen Gruppe über verschiedene Themen austauschen und wir von Pierre Flammers Vortrag überzeugt waren“, erklärt Bernd Lechner, IT-Systemadministrator bei der Druckerei C. H. Beck.

Aufgabe von Nimble Storage war es, die Virtual Desktop Infrastructure (VDI) von VMware schneller und effizienter zu gestalten, um der Druckerei mehr Flexibilität im Tagesbetrieb zu ermöglichen. „Wir hatten eine klare Anforderung im VDI-Umfeld formuliert, die von Nimble Storage sofort erfüllt wurde. Das Ergebnis war so erfolgreich, dass das anfangs installierte System gar nicht mehr ausgebaut wurde, sondern nun tagtäglich seinen Dienst erledigt“, berichtet Lechner.

Vor allem die Anzahl der Rechenoperationen pro Sekunde gaben hier schnell den Ausschlag, die beiden Datenbankserver auf Nimble Storage umzustellen. „Mit der bestehenden HP-Lösung waren wir leider an unsere Grenzen gestoßen und wir brauchten dringend eine schnellere, flexiblere und auch kosteneffiziente Ersatzlösung. Bei HP hätten wir, um unseren Storage zu erweitern, mehr Speicherplatten anschaffen müssen, was erhebliche Kostensteigerungen impliziert hätte. Darüber hinaus hätten wir auch für zahlreiche Upgrades und Features Mittel aufwenden müssen, die wir jetzt nicht mehr brauchen. Denn bei den grünen Storage-Experten sind diese alle im Preis inbegriffen und außerdem dank des rund um die Uhr verfügbaren Supports auch ständig verfügbar. Nimble hat sich relativ schnell als skalierbareres und investitionssicheres Storage-System herausgestellt“, führt Lechner aus.

Optimiertes Backup dank granularer Restore Point Objectives

Neben der besseren Performance beim Schreiben und Lesen von Daten auf die Speicherplatten konnte auch das Backup deutlich verbessert werden. Vor allem waren die Snapshot-Funktionalitäten von Nimble Storage waren ausschlaggebend für das gute Ergebnis. Der Clou: Mit Nimble lassen sich viele Snapshots erstellen, die nur wenig Speicherplatz brauchen, das führt wiederum zu flexibleren Recovery-Point-Objective-Zeiten und -Intervallen.

Die Snapshots selbst werden so komprimiert, dass sie wenig Platz wegnehmen und auf den Fileservern für sieben bis 20 Tage gespeichert werden, falls auf alte oder gelöschte Daten zurückgegriffen werden muss. Im Bedarfsfall kann dann schnell und einfach auf die Snapshots zugegriffen werden und verlorene Daten können wieder hergestellt werden.

Besonders bei den Snapshots war das Anwender-Feedback sofort positiv. Das gilt inzwischen nicht nur für das VDI-System, sondern auch für alle Terminal Services, die jetzt ebenfalls auf dem Storage-System liegen. Die Mitarbeiter der Druckerei profitieren einerseits durch schnelle und zentral verwaltete Desktops und die Administratoren vom einfachen und übersichtlichen Management der Arbeitsplätze.

Ausgefallene Clients lassen sich nun schneller mit allen benötigten Anwendungen wiederherstellen, Patches und Updates schneller und auch während des laufenden Betriebs durchführen. Sogar für einzelne Anwendungen wie für Exchange konnten die RPO-Punkte durch die granularen Snapshots verbessert werden und Mitarbeiter schneller wieder arbeiten und Aufträge dadurch effizienter abgewickelt werden.

Fazit

Mit Nimble Storage ist die Druckerei C. H. Beck für die Zukunft gut aufgestellt und kann ihre Speicherkapazitäten kosteneffizient nach oben skalieren, ohne massiv in die Anschaffung neuer Festplatten investieren zu müssen. „Scale-to-Fit“ heißt das Zauberwort, das die Verantwortlichen ruhig schlafen lässt, wenn Mitarbeiter wieder einmal über Performance- Probleme klagen sollten.

Das VDI-System funktioniert nun so gut, dass langfristig die bisherigen 60 VDI-Arbeitsplätze auf 100 ausgebaut werden sollen. Ebenso sollen die beiden derzeit genutzten Rechenzentren ebenfalls ausgelagert werden, um künftig räumlich besser wachsen zu können. „Wir wollen langfristig alle unsere Systeme auf Nimble Storage umstellen und planen darüber hinaus auch eine weitere intensive Zusammenarbeit, denn die bisherigen Ergebnisse haben uns vollends überzeugt“, schließt Bernd Lechner. Die größere Flexibilität hilft dem Unternehmen, sich erfolgreich für das digitale Zeitalter zu wappnen.

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