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Kommentar von Sven Heinsen, Dimension Data Digital Leader haben keine Angst vor Big Data

| Autor / Redakteur: Sven Heinsen / Nico Litzel

Big Data ist eine große Chance – wenn wir dafür sorgen, dass die Daten sicher sind. Es ist durchaus legitim, sich dafür Hilfe zu holen und sich so auf die Auswertung und Analyse konzentrieren zu können.

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Der Autor: Sven Heinsen ist CEO von Dimension Data Deutschland
Der Autor: Sven Heinsen ist CEO von Dimension Data Deutschland
(Bild: Dimension Data Deutschland)

Big Data bedeutet: enorme Chancen für Unternehmen. Andererseits stehen CIOs zunehmend unter Druck: Sie müssen für die benötigten Tools und Prozesse sorgen, die ihr Unternehmen für eine Big-Data-Strategie braucht, die wiederum notwendig ist, um neue Erkenntnisse zu sammeln und Marktchancen nutzen zu können.

Die Kernfrage lautet, wie Big Data bessere unternehmerische Entscheidungen in Echtzeit ermöglichen kann. Indem die CIOs Daten zugänglich und nutzbar machen, können sie die Arbeits- und Funktionsweise ihres Unternehmens grundlegend ändern und so den von den Stakeholdern erwarteten Transformationsprozess einleiten und lenken.

CIOs müssen also erkennen, wie der Umgang mit Daten die Transformation befördert. Heute kommt es darauf an, Daten optimal zu nutzen und darüber hinaus Möglichkeiten zu entwickeln, aus dem Datenbestand durch die richtige Nutzung und Analyse Werte für das Unternehmen zu schaffen.

Viele Daten, viele Fragen

Dies ist natürlich leichter gesagt als getan und mag bisweilen sogar entmutigend und unmöglich erscheinen. Die Menge an Informationen, die heute auf ein Unternehmen einströmen, hat in den letzten zehn Jahren exponentiell zugenommen. Dazu stehen viele Fragen im Raum. Sind dermaßen große Mengen unstrukturierter Daten überhaupt zu handhaben? Ist die Cloud wirklich in der Lage, diese Mengen zu kontrollieren und entsprechend zu wachsen? Wie können wir Richtlinien schaffen, um eine intelligente Nutzung der Daten zu gewährleisten? Und wie können wir all dies sicher machen?

Viele CIOs scheuen davor zurück, sich intensiv mit Big-Data-Konstrukten auseinanderzusetzen. Sie haben Bedenken, sich dermaßen zu verzetteln, dass sie ihr Ziel aus den Augen verlieren oder nicht mehr in der Lage sind, das Ergebnis zu erkennen. Tatsächlich besteht jedoch kein Anlass, sich vor Big Data zu fürchten, wenn man richtig damit umgeht.

Data Analytics ist nicht die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Die Branche zeichnet ein irreführendes Bild von Data Analytics. Oftmals herrscht der Irrglaube vor, dass gar nicht klar ist, wonach man eigentlich in den Daten sucht, bis man sie vollständig entwirrt hat. Dies ist nicht unbedingt richtig. Oftmals weiß man sehr wohl, wonach man sucht, beispielsweise den Punkt, an dem man ansetzen muss, um die Qualität eines Produktes zu verbessern, eine effizientere Leistung der Maschinen zu erreichen oder Kosten zu sparen.

Wenn man ein bestimmtes Ergebnis vor Augen hat, hat man meist auch eine Vorstellung davon, welche Informationen dazu nötig sind und wo man diese findet und, wichtiger noch, wie sie in Taten und Handlungsanweisungen umzusetzen sind. Die aus der praktischen Anwendung erzielten Erfolge rechtfertigen dann auch die anfänglichen Investitionen.

Unstrukturierte Daten sind eine Herausforderung für die IT-Sicherheit

Selbstverständlich bedeutet Big Data eine neue Form von Sicherheitsbedrohung. Big-Data-Datensätze sind gerade wegen ihrer unstrukturierten Form anfällig für Sicherheitsverstöße. Unstrukturierte Daten bereiten Sicherheitsfachleuten Kopfschmerzen. Der Grund: Sie sind nicht mit einem spezifischen Risikoprofil oder einer spezifischen Risikostrategie verbunden und ihr Wert ist für das Unternehmen noch unklar. Folglich können sie auch nicht durch Corporate-Governance-Richtlinien abgebildet werden und bleiben ein Schwachpunkt im Sicherheitskonzept.

Gleichwohl meine ich, dass CIOs trotz dieser Herausforderungen nicht zulassen dürfen, dass ihre Big-Data-Pläne durch sicherheitsbezogene Ängstlichkeit durchkreuzt werden. Es ist durchaus möglich, Daten als ihren wertvollsten Aktivposten so zu schützen, dass das Unternehmen weniger riskiert und mehr erreicht. Es gilt: Für die bestmögliche Nutzung von Daten ist es nicht damit getan, Informationen zu sammeln, zu speichern und zu verarbeiten. Zusätzlich müssen auch die Cloud, Netzwerke und Sicherheitsmaßnahmen zu einer hybriden IT-Umgebung gebündelt werden.

Sicherheit einem Experten zu überlassen, ist sinnvoll

Es kann durchaus hilfreich sein, einen Managed Security Service eines externen Drittanbieters in Anspruch zu nehmen, um so dem gestiegenen Workload gerecht zu werden und die Konsistenz und Flexibilität beim Schutz von Big Data zu gewährleisten. Wichtig ist die Wahl des Sicherheitsdiensteanbieters, mit dem man in Zukunft eng zusammenarbeiten will. Dieser muss sich der weiteren Auswirkungen von Big Data auf Rechenzentrums- und Netzwerk-Umgebungen bewusst sein und über einschlägige Integrationskenntnisse, Sachkunde und Anbieterbeziehungen sowie eine entsprechende globale Präsenz verfügen, um den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.

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