In-Memory rettet vor der Datenflut und sorgt für RoI - auch im Mittelstand

Die Big-Data-Lüge

| Redakteur: Ulrike Ostler

Wie passt HANA ins Konzept?

Die SAP-Datenbank HANA, beziehungsweise entsprechende Appliances, etwa von Dell oder Fujitsu, sind so organisiert. Nach außen bieten sie jedoch eine SQL-Schnittstelle oder die für „Hadoop“ angepasste Form „High Quality Query“ (HQL). Das hat den Vorteil, dass es sehr viele IT-Spezialisten SQL beherrschen und so mit einer In-Memory-Technik umgehen können.

Der Schlüssel für die Skalierung liegt in der Verwendung einer Shared-Everything-Technik, anstelle von Shared-Nothing. Ein MPP-gestütztes Data Warehouse mit einem Shared-Everything-Ansatz kann Abfragelasten über alle Netzknotenpunkte hinweg dynamisch managen und ausbalancieren“, schreibt Khan. Denn es verwendet einen Load Balancer.

In-Memory-Datenbanken wie HANA haben zudem den Vorteil, dass sie keine Daten für die Analyse verschieben müssen. Die Workload-relevanten Daten müssen somit nicht von außerhalb abgerufen werden. Die Reaktionszeiten verkürzen sich drastisch.

Big Data geht jeden an?

Insofern brauchen sich die Unternehmen keine Sorgen zu machen, zumal auch der Storage-Markt sich bis jetzt immer den Herausforderungen an noch mehr Daten stellen konnte. (siehe: Abbildung 2) – die Festplattenkapazität steigt, die Plattengröße sinkt, die Speicherkosten und die durchschnittliche Zugriffszeit auch reduzierten sich.

Dennoch: Welche Unternehmen geht warum Big Data etwas an? Genauer gefragt: Ist Big Data ein Thema für den Mittelstand?

Ergänzendes zum Thema
 
Nachrichten-Flut

Jeder versteht die Beispiele aus dem SAP-Whitepaper, die Konzerne betreffen: Walmart mit einem täglichen Volumen von 267 Millionen Transaktionen stellt fest, fest, dass „die Einbindung von Customer Insight in Geschäftsentscheidungen dramatische Wettbewerbsvorteile bringen könne, die elektronische Patientenakte und die resultierende Analyse von Patientendaten versprechen jährliche Einsparungen von 707 Milliarden Euro, Finanztransktionen, bei denen sich die Frist für Entscheidungen von Mikrosekunden auf Millisekunden und Nanosekunden verkürzt und Telekommunikationsriesen, die in Daten fast ersticken (siehe: Kasten).

HANA schlägt jedes Buch auf

Europäische Tier-1-Anbieter hätten von 2007 bis 2010 eine Zunahme ihres Datenvolumens um 700 Prozent verzeichnet, heißt es im Whitepaper. In Lateinamerika habe sich der Datenzustrom bei vergleichbaren Anbietern in nur vier Jahren von 5 auf 10 Terabyte verdoppelt. Darüber hinaus sorgt der Netzverkehr durch Smartphone auf ein Anschwellen wird von 18,5 Prozent 2009 auf geschätzte 56 Prozent im Jahr 2015.

Viel zitiert ist der HANA-Anwender und E-Commerce-Anbieter, der 750 Magabyte bis 1 Terabyte Web-Log-Daten auswertet. Doch sagen die Experten auch, dass ein Markt für Analyse-Anwendungen erst entsteht. In-Memory-Datenbanken wie HANA erlauben, so Chief Research Expert Burkhard Neidecker-Lutz, sich jedes Buch einer Bibliothek anzusehen, nicht nur eine Auswahl. Dadurch ist Datenbankanalyse nicht ein Spezialgebiet weniger Experten, die vorab schon definieren müssen, was sie hinterher wissen wollen.

Erstens ließen sich jetzt viel mehr Daten durchforsten, quasi per „Rasterfahndung“ bisher unentdeckte Beziehungen herstellen und dann auch noch ad hoc. Doch noch fehlen die Anwendungen, die, mit denen es sich lohnt, jedes Buch aufzuschlagen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 35544410 / Analytics)