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Lünendonk BI-Stichprobe 2015 Der Markt für Business Intelligence und Business Analytics

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Die Kaufbeurer Lünendonk GmbH hat erste Ergebnisse ihrer ab August offiziell verfügbaren Lünendonk‐BI-Stichprobe 2015 „Der Markt fur Business Intelligence und Business Analytics in Deutschland“ veröffentlicht. Es ergibt sich ein Plus von 10 Prozent.

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Lündendonk Marktstichprobe 2015: Immer mehr Unternehmen setzen auf für Business Intelligence, Business Analytics und Big Data Analytics
Lündendonk Marktstichprobe 2015: Immer mehr Unternehmen setzen auf für Business Intelligence, Business Analytics und Big Data Analytics
(Bild: Lünendonk)

Demnach wuchsen auf Business Intelligence und Business Analytics spezialisierte Standard-Software-Anbieter im vergangenen Jahr um insgesamt 10 Prozent. Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass Management-Reporting in vielen Kundenunternehmen noch nicht zukunftsfähig ist, Kunden aber hohe Investitionen in Reporting-Prozesse planen.

Befragt wurden im Rahmen der Stichprobe 2015 Business Intelligence und Business Analytics Software‐Anbieter und über 90 Reporting‐Verantwortliche aus großen Kundenunternehmen. Demnach konnten die analysierten Anbieterunternehmen Ihre Umsätze im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 10,0 Prozent gegenüber 2013 steigern, während der gesamte Markt für Standard‐Software im vergangenen Jahr mit einer Steigerung von 5,4 Prozent deutlich schwächer gewachsen ist.

Kunden stellen sich auf die digitale Transformation ein

Dank der direkten Gegenüberstellung von Anbietern und Kunden ließen sich Perspektiven der Anbieter mit den konkreten Planungen von Kunden abgleichen, so dass die Planungen auf Anbieterseite mit den Investitionsschwerpunkten der Kunden in Rahmen ihrer digitalen Transformation einhergehen. Da neue digitale Geschäftsmodelle und - Prozesse in hohem Maße auf Informationen über Kunden und der Performance von Prozessen basieren, setzen Kunden zum Sammeln, Speichern und Auswerten der vorhandenen Informationsmassen mehr und mehr Software für Business Intelligence, Business Analytics und Big Data Analytics ein.

Laut Mario Zillmann, Leiter Professional Services und Autor der Marktstichprobe, sorgt die digitale Transformation im Zusammenhang mit der zunehmende Vernetzung im Internet der Dinge in erster Linie für massiv ansteigende und zu verarbeitende Datenmengen innerhalb und außerhalb der Unternehmen. Immer mehr Unternehmen entwickelten auf Basis von Massendaten ganz neue Geschäftsmodelle oder steuern auf dieser Grundlage ihre Geschäftsprozesse in Echtzeit effizient und flexibel.

Gleichzeitig erleben Branchen wie Handel, Touristik, Medien/Verlage oder Finanzdienstleistungen enorme disruptive Veränderungen, sei es durch digitale Geschäftsmodelle von reinen Online-Unternehmen oder durch neue Wettbewerber aufgrund der fortschreitenden Globalisierung. Die meisten Kundenunternehmen stellen sich aber offenbar seit Jahren auf die sich abzeichnende Entwicklung ein und investieren in moderne Software für das Speichern und Auswerten großer Datenmengen, sowie in entsprechende Prozessanpassungen im Management-Reporting.

Analytics-Investitionen fließen in Unternehmenssteuerung und Vertrieb
Analytics-Investitionen fließen in Unternehmenssteuerung und Vertrieb
(Bild. Lünendonk)

Das ist zu erwarten

Die im Rahmen der Lünendonk-Studie parallel zu den Software-Anbietern befragten 94 Kundenunternehmen bestätigen diese Entwicklung und wollen ihre Reporting-Prozesse weiter optimieren. Ferner planen sie, Ausgaben für Business Intelligence und Business Analytics im Jahr 2015 um 10,4 Prozent zu erhöhen. Für 2016 rechnen sie mit einem Anstieg ihrer Investitionen um 8,5 Prozent.

Kunden bereiten sich auf die digitale Transformation vor
Kunden bereiten sich auf die digitale Transformation vor
(Bild: Lünendonk)

Die aktuelle Rangliste der BI-Anbieter

Auf Anbieter-Seite berücksichtigt Lünendonk ausschließlich Software‐Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes mit Produktion, Vertrieb und Wartung eigener Standard-Software‐Produkte für Business Intelligence und Business Analytics erwirtschaften. Somit tauchen viele internationale IT-‐Konzerne nicht in der Studie auf; denn sie erzielen zwar in Deutschland signifikante Umsätze in diesem Bereich, erfüllen aber das 50-Prozent-Kriterium nicht.

So wird der deutsche Markt für Standard-Software Business Intelligence und Business Analytics weiterhin von SAS Institute in Heidelberg dominiert. Der Anbieter von Big-Data‐Analytics konnte seine Umsatze hierzulande in 2014 um 4,3 Prozent auf 134,3 Millionen Euro steigern.

Auf Platz zwei rangiert weiterhin die Münchener Teradata, deren geschätzter Umsatz 2014 mit 78,0 Millionen Euro 8,5 Prozent über dem Wert von 2013 lag. An dritter Position folgt MicroStrategy mit einem geschätzten Deutschlandumsatz von 35,0 Millionen Euro.

Download:

Die BI-Marktstichprobe steht ab Ende August kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist