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Internet der Dinge

Der Informations-Schatz liegt im Datensee

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Die mit Coldlight erworbene Datenanalyse-Technik wird voraussichtlich mit der Internet-of-Things-Plattform ThingWorx, die PTC im vergangenen Jahr übernahm, zusammengeführt werden. ThingWorx ist gleichzeitig IoT-Middleware und Applikationsbaukasten: Das Werkzeug erlaubt es, vergleichsweise schnell Applikationen zu erstellen, die die aus dem Internet der Dinge generierten Daten visualisieren und auch auswerten. Kurier- oder Lieferdienste können auf diese Weise zum Beispiel ihre Routenführung optimieren. Coldlight erweitert das Spektrum, indem es in der Lage ist, Ströme unstrukturierter Daten quasi in Echtzeit zu analysieren.

Ein weiterer Anwendungsfall für die Technik ist die Vorhersage von Störungen im laufenden Betrieb, etwa bei Industrieanlagen oder Kraftwerken, und die Einleitung von Gegenmaßnahmen. Durch die Prognosemodelle könnten etwa starre Wartungszyklen an den tatsächlichen Einsatz der Anlagen angepasst werden. Das spart potenziell Geld, stellt aber vor allem die Anlagenverfügbarkeit sicher.

Die „Lennon und McCartney“ des IoT

Porter und PTC-Chef Jim Heppelmann hatten im vergangenen Jahr einen viel beachteten visionären Artikel über die Zukunft des Internets der Dinge in der Zeitschrift „Harvard Business Review“ veröffentlicht. Der Industrieanalyst William K. Pollock des Beratungsunternehmens „Strategies for Growth“ bezeichnete die beiden deshalb in einem Tweet als die „Lennon und McCartney“ des Internets der Dinge – in Anlehnung an die kreativen Köpfe und Vordenker der legendären Beatles.

Heppelmann kündigte weiter an, dass sich sein Unternehmen verstärkt dem Aspekt der Datensicherheit widmen werde. Heutige Datencenter seien gegenüber Hacker-Angriffen nicht unbedingt sicherer, als sie es vor zehn Jahren waren, gab er zu. „Die Herausforderung ist da, und dieser Herausforderung werden wir uns stellen“, sagte er.

An der LiveWorx-Konferenz, die gestern in Boston/Massachusetts begann, nehmen 2.300 Entwickler, Führungskräfte, Marktbeobachter und Analysten teil. Damit ist die LiveWorx die vermutlich größte, aber sicher die am schnellsten wachsende Fachtagung zum Thema Internet der Dinge: Im vergangenen Jahr hatten sich noch 350 Teilnehmer für die LiveWorx registriert.

„The Woz“ hat noch keine Apple Watch bestellt

Hat sich noch keine Apple Watch gekauft: Apple Mitbegründer Steve Wozniak.
Hat sich noch keine Apple Watch gekauft: Apple Mitbegründer Steve Wozniak.
(Bild: Franz Graser)
Stargast des ersten Konferenztages war Apple-Mitbegründer Steve Wozniak. Er zeichnete drei Entwicklerteams aus, die am vorausgegangenen Wochenende in einem Hackathon-Wettbewerb Lösungen aus dem Bereich des Internets der Dinge programmiert hatten, Das siegreiche Team hatte sich mit einem System beschäftigt, das die Barrierefreiheit von Verkehrszeichen zum Ziel hat.

Wozniak, der zuvor ein wenig aus seinem Leben geplaudert hatte, gab übrigens an, sich noch keine Apple Watch bestellt zu haben. Er werde das zwar auf jeden Fall noch tun, sein Enthusiasmus gegenüber der Datenuhr hielt sich aber in Grenzen. Denn er zweifelte, ob eine Smartwatch sein Leben genauso erleichtern könne wie ein Smartphone. Eine Smartwatch könne zwar potenziell dasselbe tun wie ein Smartphone, sie sei aber durch die Größe ihres Displays limitiert.

Dieser Text ist ursprünglich bei unserem Schwesterportal ElektronikPraxis erschienen. Verantwortlicher Redakteur: Franz Graser

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