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RWTH und Bossard Demonstrationsfabrik für Industrie 4.0

Redakteur: Beate Christmann

Praxisnahe Lösungen für die Industrie 4.0, also die Verschmelzung von industrieller Produktion mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, daran wird im European 4.0 Transformation Center der RWTH Aachen geforscht. Die schweizerische Schraubenhandels- und Logistikgruppe Bossard wurde als Partner für die Lagerlogistik von C-Teilen ausgewählt.

Wo Industrie 4.0 Wirklichkeit wird: Die Demonstrationsfabrik der RWTH Aachen.
Wo Industrie 4.0 Wirklichkeit wird: Die Demonstrationsfabrik der RWTH Aachen.
(Bild: Press'n'Relations/JRF)

Das harte Wettbewerbsumfeld und der daraus erwachsene Kostendruck wecken zusehends das Interesse für innovative Lösungsansätze in der Industrie. Viele Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, dass radikale Umstrukturierungen nötig sind, um diesem Druck standzuhalten. Anschauungsunterricht, wie sich diese Herausforderung auffangen lässt, gibt die an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen verortete Demonstrationsfabrik des European 4.0 Transformation Center.

Auf einer Fläche von 1.600 m2 zukunftsweisende Fragen zur fortschreitenden Verschmelzung von Produktions-, Informations- und Kommunikationstechnologien aufgeworfen und praxisnah vor allem anhand des Elektrofahrzeug-Startups e.GO Mobile beantwortet. So entstehen erschwingliche und alltagstaugliche Fahrzeuglösungen, die vor Ort produziert werden.

Produktionsprozesse mit Informationsstrukturen

Hier wird nicht nur aufgezeigt, wie sich in einem modernen Werk physische Produktionsprozesse strukturieren lassen. Es werden darüber hinaus auch alle notwendigen Informationsstrukturen in den Betrieb integriert: Über die Kombination moderner Produktions-, Informations- und Kommunikationstechnologien lassen sich Zulieferung, Produktion, Auslieferung an Kunden und vieles mehr mit weniger Aufwand und damit kostengünstiger abwickeln. Ein solch integrativer Ansatz schafft die Grundlage für Produktivitätsgewinne.

Das schweizerische Schraubenhandels- und Logistikunternehmen Bossard ist von der RWTH Aachen als Partner des European 4.0 Transformation Center ausgewählt worden. Es unterstützt die geforderten Produkt- und Logistikkonzepte durch sein Knowhow und mit seiner Methodik Smart Factory Logistics als System für eine intelligente Lagerbewirtschaftung. An der Seite von mehreren Partnern – unter anderem SAP, PSI, PTC und Eplan – ist die Bossard-Gruppe für das Funktionieren eines intelligenten Lagers durch kontinuierliche Bestandsüberwachung von C-Teilen zuständig.

C-Teile sind Produkte mit geringem Wert, die in der Regel mit hohen Bestell- und Prozesskosten verbunden sind. Schlanke Prozesse im Umgang mit C-Teilen sind daher von wesentlicher Bedeutung, wenn es darum geht, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu verbessern. David Dean, Geschäftsführer der Bossard-Gruppe, erläutert: „Unser Ansatz ermöglicht eine vollautomatische und transparente Lagerbewirtschaftung: Bestellungen werden selbsttätig ausgelöst und bei Bedarf bis zum Montagearbeitsplatz geliefert, die aktuellen Bestände lassen sich jederzeit per Knopfdruck übersichtlich auflisten und online Inventuren erstellen.“

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