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Kommentar von Tom Becker, Alteryx Datenanalysen gegen Viren – warum wir trotz der Krise optimistisch sein sollten

| Autor / Redakteur: Tom Becker / Nico Litzel

In der aktuellen Situation rund um die Coronavirus-Krise sind zuverlässige und aktuelle Informationen sehr wichtig. Datenanalysen und weitere clevere IT-Projekte können dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Leben zu retten oder einfach nur anderen Menschen zu helfen.

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Der Autor: Tom Becker ist General Manager Central & Eastern Europe bei Alteryx
Der Autor: Tom Becker ist General Manager Central & Eastern Europe bei Alteryx
(Bild: Alteryx)

Mitte März fand ein bundesweiter Hackathon statt, um einige der zahlreichen Herausforderungen zu lösen. Das Projekt #WirVsVirus wurde von verschiedenen Gruppen ins Leben gerufen, wie zum Beispiel der Initiative D21. Von der Bundesregierung wurde der Hackathon öffentlich unterstützt. An dem 48-stündigen Event nahmen schließlich fast 43.000 Menschen teil, um technische, aber auch analoge Lösungen zur Bewältigung der Corona-Krise zu programmieren und zu gestalten.

So wurde an Lösungen zur Verteilung von Hilfsgütern gearbeitet oder wie sich Menschen mithilfe eines 3D-Druckers eigene Schutzausrüstung herstellen können. Eine weitere Anwendung gibt dem jetzt geschlossenen Einzelhandel eine Plattform, um Kunden virtuell im eigenen Ladengeschäft shoppen zu lassen. Natürlich ging es auch darum, wie sich die zahlreichen Datenquellen rund um die Covid-19-Fallzahlen sinnvoll aufbereiten und nutzen lassen. Alle Informationen zu dem einmaligen Projekt sind hier abrufbar: https://wirvsvirushackathon.org

Internationale Initiativen

Weltweit sind weitere spannende Projekte entstanden, die mit frischen Ideen die Forschung vorantreiben. Das von Privatpersonen vorangetriebene Projekt „Sage Health“ ist ein Beispiel, wie ein Programmierwettbewerb bei der Entdeckung neuer Medikamente helfen könnte. In der Forschung werden häufig KI-gestützte Technologien bzw. maschinelles Lernen verwendet, um neue Moleküle zu entdecken. Eine Initiative führender Forschungsgruppen in den USA hat zur Mitarbeiter bei der Suche nach Behandlungsmethoden aufgerufen und dafür die COVID-19 Open Research Dataset Challenge „CORD-19“ gestartet.

In China setzt die Regierung bereits High-Tech-Lösungen ein, wie ein Beitrag der BBC zeigt. So können Beamte über spezielle Wärmebildkameras die Temperaturen von Menschen automatisiert messen oder per Gesichtserkennung ermitteln, wenn jemand ohne Maske unterwegs ist. Im Februar wurde im Gesundheitsmagazin Lancet die Idee diskutiert, Fitnesstracker zu verwenden, um die Ausbreitung von Krankheiten nachverfolgen zu können. Die dahinterliegende Studie war zwar nicht spezifisch auf den Coronavirus ausgelegt, die Idee zeigt jedoch die Möglichkeit auf, Krankheitsausbreitungen durch Überwachung von Veränderungen der Ruhefrequenz einer Person zu erkennen. Einige der untersuchten Fitnessbänder konnten sogar zusätzliche Informationen wie Pulsoxymetrie, EKG oder auch Hustenerkennung erfassen. Eine Zusammenfassung ist in dieser Meldung von Reuters nachzulesen.

Eine weitere Methode zum Tracking von Personen ist die Auswertung von Bewegungsdaten der Mobiltelefone, die in anonymisierter Form von den Netzbetreibern zur Verfügung gestellt werden. Länder wie Korea, China oder Italien haben Smartphone-Anwendungen implementiert, um die Verwaltung der Quarantäne zu erleichtern. In China sind beispielsweise Telefonnummern mit den nationale IDs der Bürger verbunden, sodass ein Tracking von Menschen über die Smartphones besonders präzise gelingt. Damit sollen sich, so ein Pressebericht von Bloomberg, auch Risikoanalysen erstellen lassen, an welchen Orten möglicherweise neue Ausbrüche des Virus zu befürchten sind. In Deutschland stellt die Deutsche Telekom dem Robert-Koch-Institut (RKI) Handydaten zu Verfügung, um die Bewegungsströme von 46 Millionen Mobilfunkkunden abbilden zu können. Allerdings wird in Deutschland noch intensiv darüber diskutiert, wie weit diese Auswertung gehen darf. Details dazu liefert ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung.

Fazit

Wie die Beispiele zeigen, spielen Datenanalysen heute eine wichtige Rolle bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen. Wichtig ist hierbei eine schnelle Reaktionszeit bei der Datenaufbereitung und der Analyse. Hier helfen Werkzeugen, die mit integrierten Tools die Datenqualität sicherstellen und gleichzeitig eine Automatisierung der Analysen erlauben. Ein Beispiel dafür liefert Alteryx mit seiner Self-Service Data-Analytics-Plattform, die in einer kostenfreien Version verfügbar ist. Darüber hinaus ist es jedoch wichtig, die Bedürfnisse und die Würde des einzelnen Menschen weiterhin zu beachten.

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