BARC-Studie veröffentlicht

Data Preparation scheitert oft an fehlenden Fachkräften

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Bei Data Preparation stehen Unternehmen vor vielen Herausforderungen.
Bei Data Preparation stehen Unternehmen vor vielen Herausforderungen. (Bild: BARC)

Das Business Application Research Center (BARC) hat die Studie „Data Preparation – Refining Raw Data into Value“ veröffentlicht. Sie zeigt Relevanz, Tool-Einsatz sowie Vorteile und Herausforderungen rund um Datenaufbereitung auf.

Für die Studie wurden weltweit 695 Business-Intelligence-Experten aus verschiedenen Branchen befragt. Demnach wird es im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung für Unternehmen immer wichtiger, dass ihre Mitarbeiter relevante Erkenntnisse aus Daten gewinnen können. Data Preparation gilt dabei als Schlüssel zur effizienten dezentralen Datennutzung, die optimierte Geschäftsprozesse und innovative Geschäftsmodelle ermöglicht. Zudem stellt die optimale Nutzung von Analytics einen Wettbewerbsvorteil dar. Dementsprechend hoch ist der Druck auf die entsprechenden Umgebungen, Daten für explorative Analysen zur Verfügung zu stellen. Dazu sind Fachkräfte und ein moderner Data-Preparation-Ansatz notwendig.

Hürden erschweren Fortschritte

Wie die Studie zeigt, zählen vor allem mangelndes Know-how und fehlende Budgets zu den größten Hürden für Data-Preparation-Initiativen. Die Teilnehmer bemängeln, dass die Voraussetzungen für effiziente und weitgehend eigenständige Datenaufbereitung nur selten gegeben sind. Coaching und Schulungen werden als essenziell eingeschätzt, damit Digitalisierungsstrategien umgesetzt und Erkenntnisse aus Daten gewonnen werden können. Dafür muss das Management aber Ressourcen und Budgets bereitstellen.

„Man muss Datenaufbereitung als einen wesentlichen Schritt sehen, der zur Wertschöpfung aus Daten beiträgt – kein einmaliges Projekt, das ausgelagert und extern abgewickelt werden kann, sondern eine laufende Anstrengung, die erhebliche Kompetenzen erfordert. Jedes Unternehmen, das Data Preparation ernst nimmt, muss sich darum bemühen, entsprechendes Know-how und Fähigkeiten aufzubauen und zu pflegen“, erklärt Timm Grosser, Senior Analyst von BARC und Studien-Mitautor.

Teamwork ist Pflicht

Am zufriedensten mit Data Preparation sind Unternehmen, die diese Aufgabe von IT und Fachbereichen im Team erledigen lassen. Nutzer können dabei die Daten eigenständig aufbereiten, während die technischen Experten Unterstützung und die Einhaltung von Standards sicherstellen. Zudem werden bei diesem Verfahren Insellösungen und Datensilos verhindert.

Die Studie steht auf der BARC-Website zum kostenlosen Download bereit. Eine interaktiv aufbereitete Studienversion ist ebenfalls verfügbar.

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