Unzählige Identitäten

Das Internet der Dinge als Beziehungsgeflecht

Seite: 3/3

Firma zum Thema

Folgende vier Punkte kennzeichnen das Identity Relationship Management:

1. Modularität

IRM-Plattformen sind modular und vorzugsweise als integrierte, zusammenhängende Infrastruktur gestaltet. Sie sind darauf ausgelegt, komplexe Querverbindungen hinsichtlich verschiedener Benutzer, Geräte, Zugangspunkte und Rechte zu erkennen und zu verarbeiten.

Gleichzeitig ermöglicht ihre Modularität die Einbindung von Legacy-Anwendungen und -Diensten, nicht zuletzt auch der vorhandenen IAM-Systeme. Offene Plattformlösungen stellen problemlos eine Verbindung mit praktisch jedem Gerät oder Dienst her – und unterstützen aufgrund ihrer Architektur alte und neue und zukünftige Versionen sämtlicher Geräte oder Anwendungen.

2. Skalierbarkeit

Viele der erfolgreichsten Unternehmen arbeiten vor allem in einem Markt: im Internet. Es bietet ihnen einen nahezu grenzenlosen Absatzmarkt. Das bedeutet, dass die Anzahl der Benutzer erfolgreicher Services exponentiell steigen kann, von Tausenden auf Hunderttausende und auf mehrere Millionen.

Ein IRM-System ist einerseits so skalierbar, dass es diesen Veränderungen Rechnung tragen kann, und zweitens selbst internet-basiert, so dass das Identitätsmanagement unabhängig vom Standort des Unternehmens und des Users immer genau die korrekten Inhalte, Rechte und Dienste bereitstellt.

3. Grenzenlosigkeit

Das Internet of Things stellt überall Verbindungen her und zwar permanent. IRM verwaltet diese Verbindungen und bietet Berechtigten einen grenzenlosen und sicheren Zugriff auf Anwendungen und Geräte, egal wo diese physisch laufen – lokal, im Netzwerk oder in der Cloud. Und das von jedem mit dem Internet verbundenen Gerät und von jedem Ort aus.

4. Kontextsensitivität

Das klassische IAM stellte statische Regeln auf, der Kontext eines Zugriffs spielte kaum eine Rolle. Kontextsensitivität ist jedoch ein entscheidender Differenzierungsfaktor für Anbieter digitaler Dienste, wie sie für unsere Zeit typisch sind. IRM hilft, basierend auf Kontext und Verhalten, besser auf Interessengruppen einzugehen und das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Es wertet unterschiedliche Gegebenheiten aus, um intelligente Entscheidungen zu treffen.

Wenn sich zum Beispiel ein Benutzer mit einem unbekannten Gerät oder von einem exotischen Standort aus anmeldet, nutzt es adaptive und Multifaktor-Authentifizierung, um Missbrauch auszuschließen. Viele kennen das in Form einer SMS mit einem Code, den man zur Sicherheit zusätzlich eingibt.

Theorie und Praxis

Um die Herausforderungen des Internets der Dinge erfolgreich zu meistern, muss man sich zuerst einmal offen für dessen Möglichkeiten zeigen. Dazu zählt, dass man Wege sucht, mittels dieser unzähligen neuen „Dinge“ neue Dienste anzubieten und die Interaktion mit Kunden zu fördern.

Vielen Managern sind die Chancen in der Theorie klar, doch ein Blick auf den Entwicklungsaufwand für neue technische Lösungen, lässt sie vor dem Schritt in die Praxis zurückschrecken: Wie viele Jahre müssten wohl die Programmierer coden, um das gewünschte Produkt oder die gewünschte Dienstleistung zu liefern? Ist es überhaupt machbar? Wird das Entwicklungs-Ergebnis nicht bei Fertigstellung schon wieder überholt sein?

Dabei lässt sich die Komplexität solcher Entwicklungs-Projekte durch die Auslagerung des Identitätsmanagements auf eine IRM-Plattform erheblich reduzieren. Identity Relationship Management macht Unternehmen fit für das Internet of Things und gibt ihnen die Chance, neue Dienstleistungen und Produkte in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen.

* André Thelen ist Director Business Development DACH bei ForgeRock.

(ID:43223972)