Unzählige Identitäten

Das Internet der Dinge als Beziehungsgeflecht

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Komplexe Strukturen

Um vom Internet der Dinge zu profitieren und einen Wettbewerbsvorteil damit zu erzielen, ist es unerlässlich, zunächst die klassische Verteidigungsmentalität aufzugeben. Früher ging es vor allem darum, externe Anwender herauszuhalten. Heute wachsen genau jene Firmen, die den Anwender bereitwillig einlassen.

Es gilt, den Zugriff einer großen Zahl externer Benutzer auf digitalen Ressourcen auszuweiten und zu managen. Nur so können sie beispielsweise auf Portalen digitale Güter kaufen oder die Services eines Unternehmens im Self-Service-Verfahren kaufen und nutzen.

Provider wollen beispielsweise ihre Kunden in die Lage versetzen, selbst nach angebotenen Fernseh-, Internet- oder Telefondiensten zu suchen und diese zu kaufen. Es bringt vor diesem Hintergrund nichts, Identitätsmanagementsysteme durch eine Firewall abzuschirmen, so wie das in der Vergangenheit üblich war.

Im Gegenteil: Die Systeme müssen jenseits der Unternehmens-Firewall Informationen auf der Ebene des Internets verwalten. Und sie sollten tunlichst mehr bieten, als nur die Möglichkeit, Berechtigungen zu bejahen und zu verneinen oder den Zugriff zu verweigern.

Zukunftsfähige Identitätsmanagementsysteme müssen Beziehungen zwischen sämtlichen Geräten, Dingen und deren Benutzern verwalten: Wer nutzt welches Gerät? Wo befindet sich das Gerät im Normalfall? Wer darf Daten abrufen, und vor allem auf welche Daten darf zugegriffen werden? Welche Geräte darf er dafür verwenden? Wann liegt ein Missbrauchsverdacht vor?

Hochverfügbarkeit im Internet der Dinge

Um diese Komplexität zu verarbeiten, müssen die Systeme agil, hochskalierbar und extrem zuverlässig sein. Denn ein solches Identitätsmanagement steht in vielen Fällen im Zentrum eines Geschäftsmodells. Die damit angebotenen Dienste müssen unabhängig von Standort, Tageszeit und Anwenderzahl immer verfügbar sein.

Für Identitätssysteme dieser Art bürgert sich der Begriff „Identity Relationship Management“ (IRM) ein. IRM hilft Unternehmen bei der Verwaltung der Identität von Benutzern, Geräten und Dingen sowie bei der Bereitstellung sicherer, verfügbarer digitaler Dienste.

(ID:43223972)