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Kommentar von Harry Weimer, Talend Das Beste aus dem Internet der Dinge rausholen

Autor / Redakteur: Harry Weimer / Nico Litzel

Ob Smartphones, Autos, intelligente Zähler, Fitness-Tracker, medizinische Implantate oder Sensoren – sie alle verbindet, dass sie Daten generieren. Einige dieser Datenlieferanten existieren seit vielen Jahren, aber durch das Internet der Dinge (Internet of Things) erzeugen sie plötzlich ein Vielfaches an Daten und können diese erstmals auch weiterleiten.

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Der Autor: Harry Weimer ist Geschäftsführer der Talend Germany GmbH
Der Autor: Harry Weimer ist Geschäftsführer der Talend Germany GmbH
(Bild: Talend)

Ein Beispiel sind Smart Meter: Statt einer Ablesung der Heizung pro Jahr durch den Kundendienst können Smart Meter künftig eine Ablesung alle 15 Minuten erzeugen. Das sind mehr als 35.000 Datenpakete pro Haushalt und Jahr und damit wirklich Big Data. Neue Flugzeuge, wie die Boeing 787 Dreamliner, liefern gar Terabytes von Sensordaten pro Flug.

Das Potenzial ist gewaltig. Gartner beispielsweise glaubt, dass 2020 bereits 26 Milliarden „Dinge“ am Internet hängen werden und Cisco geht sogar von 50 Milliarden Objekten aus. Die anfallenden Datenmengen werden gigantisch sein. Aber damit aus Big Data ein Nutzen gezogen werden kann, müssen die Datenmengen gespeichert, kategorisiert, integriert und analysiert werden.

Hier kommen Big Data und die Fähigkeit, Big Data zu nutzen (Ability) zusammen – Stichwort Datability. Erst auf Basis der gewonnen Erkenntnisse lassen sich dann Produkte optimieren und gute Entscheidungen treffen. Zwei Beispiele machen deutlich, was heute bereits Realität ist und wie diese Technologien nach und nach in den Alltag einziehen.

Der grüne Daumen auf dem Smartphone

Seit einiger Zeit gibt es den Flower Power von Parrot, einen Pflanzensensor, der die Wünsche von Pflanzen kennt und ihnen quasi das Sprechen beibringt. Dazu wird der Flower Power in den Blumentopf oder das Pflanzenbeet gesteckt und von da an beobachtet er die vier für das Wachstum von Pflanzen maßgebenden Einflussfaktoren: Bodenfeuchtigkeit, Düngermenge, Umgebungstemperatur und Helligkeit.

Die Daten werden in einem Flash-Speicher abgelegt und regelmäßig über Bluetooth auf ein Smartphone oder auf ein Tablet übertragen, auf dem die Flower Power-App installiert ist. Öffnet man die App, so erscheint auf dem Endgerät „Mein Garten“ mit einer Übersicht aller überwachten Pflanzen sowie Fotos von ihnen.

Die App zeigt, welche Pflanzen was benötigen – und vor allem wann: mehr Wasser, Dünger oder ein anderes Plätzchen, weil das aktuelle zu dunkel oder zu kalt ist. Welche Pflanze welche Bedürfnisse hat, prüft die App in einer Datenbank aus über 7.000 Pflanzen, die in Kooperation mit internationalen Universitäten und Botanikern entstanden ist.

Vier Messzahlen alle 15 Minuten

Bisher wurden 10.000 Flower-Power-Sensoren verkauft und das Produkt ist erst seit weniger als einem Jahr auf dem Markt. Aber allein diese Sensoren generieren vier Millionen Datensätze pro Tag, das sind rund 1,5 Milliarden pro Jahr.

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