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Analytische Datenbank und Hadoop-Storage Cloudera will Impala und Kudu an ASF übergeben

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Nico Litzel

Cloudera hat angekündigt, die analytische Datenbank und Abfrage-Engine „Impala“ sowie die spaltenorientierte Storage-Engine für Fast Data und Fast Analytics „Kudu“ der Apache Software Foundation (ASF) übergeben zu wollen. Cloudera hofft, so Wachstum und Vielfalt der zugehörigen Entwickler-Communitys zu beschleunigen.

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Cloudera will die Weiterentwicklung von Impala und Kudu mithilfe der Open Source Community beschleunigen.
Cloudera will die Weiterentwicklung von Impala und Kudu mithilfe der Open Source Community beschleunigen.
(Bild: Cloudera)

Cloudera Impala steht bereits seit der Veröffentlichung unter der Apache-Lizenz. Anfang dieses Jahres hatte Cloudera Impala zudem für Beiträge der Community geöffnet.

Google hat zudem eine Integration zwischen Impala und Big Table entwickelt. Hinzu kommen Beiträge von Arcadia Data, Intel und anderen. Durch die geplante Übergabe des Projektes an die ASF kann die heterogene Community von einer gut etablierten Basis aus die Vision von Impala weiter vorantreiben.

Wichtiger Meilenstein für die Hadoop-Community

Die erst Ende September erfolgte Veröffentlichung von Kudu, der aktualisierbaren Storage-Engine für Hadoop, stellt nach Ansicht von Cloudera für das Hadoop-Ökosystem einen wichtigen Meilenstein dar. So komme die Community mit Impala in den Genuss einer interaktiven Query-Engine und erhalte mit Kudu eine aktualisierbare Storage-Engine, die schnelle Analyse-Szenarien mit sich verändernden Daten ermögliche.

Kudu stieß laut Cloudera kurz nach der Veröffentlichung auf großes Interesse in der Open Source Community. Mit dem Aufnahmeantrag in die Apache Software Foundation wird Kudu auch zukünftig von der großen Entwicklergemeinde profitieren. Das Zusammenspiel beider Projekte könnte für eine dramatische Ausweitung der Anwendungsfälle sorgen, weil immer mehr Unternehmen nach Wegen suchen, Echtzeit-Analyseanwendungen zu entwickeln.

Der richtige Zeitpunkt

Nach Ansicht von Doug Cutting, Chief Architect bei Cloudera und einem der Gründer, sei die ASF der richtige Ort, um eine Open Source Community rund um die Entwicklung von Impala und Kudu zu fördern. „Wir erwarten, dass diese Projekte unter der Schirmherrschaft der ASF von mehr produktiver Zusammenarbeit an verwandten Apache-Projekten profitieren werden.“ Da bei beiden Projekten inzwischen eine stabile Grundlage existiere, sei jetzt die richtige Zeit, die Entwicklung an die ASF zu übergeben.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist