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Smart Factory birgt hohes Potenzial China treibt Industrie 4.0 voran

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

70 Prozent der im China-Geschäft aktiven Firmen rechnen damit, dass Peking die Digitalisierung der Wirtschaft verstärkt vorantreiben wird. Jeder Zweite hält sogar das Überspringen eines Schritts in der Wirtschaftsentwicklung über die vernetzte Produktion für möglich.

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Der Mangel an Industrie-4.0-Fachpersonal macht sich auch in China bemerkbar.
Der Mangel an Industrie-4.0-Fachpersonal macht sich auch in China bemerkbar.
(Bild: Fiducia / Chinaforum Bayern)

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Fiducia Management Consultants und des Chinaforums Bayern. Das Potenzial der Smart Factory für die chinesische Industrie sei demnach unbestritten: 85 Prozent der Befragten sehen hier enorme Chancen für das Reich der Mitte. Dabei legt China ein beachtliches Tempo vor, wie der Einsatz von Industrierobotern zeigt. Bis 2017 wird die Zahl der operativen Einheiten auf 400.000 steigen und damit Nordamerika und die fünf großen Volkswirtschaften der EU überholen. Am meisten profitieren von der Automatisierung der Automobilbau (82 Prozent), die Elektroindustrie (73 Prozent) sowie der Maschinen- und Anlagenbau (70 Prozent).

Fachkräfte fehlen

Der Mangel an entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern macht aber auch vor China nicht halt: Knapp drei Viertel der befragten China-Experten gehen davon aus, dass der Ausbildungsstand noch nicht die Anforderungen an eine automatisierte Produktion erfüllt. Ohne derartige Fachkräfte sei der zweite Schritt von der digitalen Vernetzung hin zur Smart Factory nicht zu bewältigen. Für deutsche Unternehmen bietet die Automatisierungswelle der chinesischen Wirtschaft Chancen, da sie durch die Qualität ihrer technischen Lösungen starke Automatisierungspartner sind. „Wie die Praxis zeigt, sollten für die reibungslose Anbahnung einer solchen deutsch-chinesischen Kooperation jedoch unbedingt die Besonderheiten des chinesischen Geschäftslebens berücksichtigt werden“, rät Stefan Geiger, Geschäftsführer des Chinaforums Bayern e.V.

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