Kommentar von Diethelm Siebuhr, Nexinto

Business Intelligence braucht Integration

| Autor / Redakteur: Diethelm Siebuhr / Nico Litzel

Der Autor: Diethelm Siebuhr ist CEO der Nexinto Holding
Der Autor: Diethelm Siebuhr ist CEO der Nexinto Holding (Bild: Nexinto)

Mit der Cloud haben sich die Unternehmen auch in Deutschland allmählich angefreundet. Das Auslagern von Ressourcen, von einer Infrastruktur oder einer Anwendungsumgebung ist für viele schon selbstverständlich. Sie ersparen sich umfangreiche Vorabinvestitionen und ein aufwendiges Systemmanagement und sind dabei flexibel, sicher und sie erhalten sich die Skalierbarkeit in hohem Maße. Unterm Strich schlägt sich das auch in den Kosten nieder.

Allerdings wollen Unternehmen die Kontrolle über ihre Systeme oft möglichst weitgehend behalten. So werden bevorzugt einfachere Ressourcen in die Cloud oder zu einem Service Provider ausgelagert, während die „intelligenteren“ Funktionalitäten im eigenen Haus verbleiben.

Mancher Anwender lagert deswegen seine Datenhaltung und auch sein E-Commerce-System zu einem IT-Sourcing-Spezialisten aus, während er seine Business-Intelligence-Anwendung weiterhin in eigener Regie betreibt.

Damit sind die Prozessdaten und die Daten, mit denen bei Big-Data-Lösungen die Informationen ausgewertet und analysiert werden, auf verschiedene Systeme verteilt. Das ist aber gerade für Business Intelligence kein effizientes Verfahren. Hat die Auswertung der Daten keinen unmittelbaren Zugang zu den Daten der Geschäftsprozesse, so hinken die Analysen der Realität, die sie abbilden sollen, immer hinterher.

Schnelligkeit und hohe Qualität

Die Forderung nach Echtzeit kann man dann schon mal vergessen, weil Prozess und Analysedaten zuerst noch synchronisiert werden müssen. Einem Unternehmen müssen diese Informationen nicht nur schnell, sondern auch in hoher Qualität zur Verfügung stehen, nur dann können sie als Grundlage für Entscheidungen dienen und nur dann lassen sich tatsächlich Wettbewerbsvorteile damit erreichen.

Business Intelligence lebt von aktuellen und relevanten Daten. Verlagern Unternehmen lediglich eine Infrastruktur oder ausgewählte Hardware-Ressourcen, so müssen sie zwangsläufig eine separate Business-Intelligence-Infrastruktur aufbauen – und sie müssen dafür sorgen, dass die beiden parallelen Systeme ständig miteinander abgeglichen werden.

Das klingt nicht nur suboptimal, es würde den Einsatz zusätzlicher Ressourcen mit allen Konsequenzen erfordern: Administration, Investition und schließlich auch Kosten, denn gespart wird am Ende in diesem Szenario erfahrungsgemäß doch nichts.

Nur in einem integrierten Ansatz lässt sich sicherstellen, dass eine Business-Intelligence-Anwendung zur richtigen Zeit über die richtigen Informationen verfügt und nur sie kann die Informationen für betriebliche Entscheidungen liefern.

Fazit

Eine effiziente Lösung muss Business Intelligence und Prozess daher zusammenhalten, sie darf das Entstehen der Daten und ihre Analyse nicht als separate Themen behandeln. Business Intelligence und Prozess sind zwei Seiten einer Medaille.

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