Mindsphere Open Space

Brutkasten für neue IoT-Geschäftsmodelle

| Autor / Redakteur: Bernhard Müller-Hildebrand / Nico Litzel

Im Berliner Mindsphere Open Space entstehen neue digitale Geschäftsmodelle, Anwendungen und Services mit dem offenen Siemens-IoT-Betriebssystem Mindsphere.
Im Berliner Mindsphere Open Space entstehen neue digitale Geschäftsmodelle, Anwendungen und Services mit dem offenen Siemens-IoT-Betriebssystem Mindsphere. (Bild: Siemens)

In einem ehemaligen Fabrikgebäude am Görlitzer Park in Berlin hat sich zu Jahresbeginn 2018 der Mindsphere Open Space angesiedelt – als Werkstatt für kreative Köpfe aus ganz unterschiedlichen Bereichen.

Vor 150 Jahren wurden hier Anilinfarbstoffe produziert. Später stellte der Agfa-Konzern in dem fünfstöckigen Backsteinbau Filme für die Fotografie her. Heute entsteht im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick mit der Factory 2 auf über 14.000 Quadratmetern das „größte Clubhaus für Start-ups in Europa“. Und mitten drin – zwischen zahlreichen Workspaces, Konferenzräumen, einem Restaurant und Café, Meditations- und Yoga-Raum, einem „Maker’s Lab" mit 3D-Druckern und Lasercuttern sowie einem acht Meter langen Bällebad – befindet sich der Mindsphere Open Space.

Neue Märkte mit dem Internet der Dinge erschließen

Ab sofort entstehen in dieser Werkstatt für kreative Köpfe in einer einzigartigen Arbeitsumgebung neue digitale Geschäftsmodelle, Anwendungen und Services mit dem offenen Siemens-IoT-Betriebssystem Mindsphere. „Hier bringen wir etablierte Industrie- und Technologieunternehmen, Start-ups, freischaffende Entwickler und Investoren zusammen“, betonte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, bei der Eröffnung des Mindsphere Open Space am 24. Januar 2018. Dabei gehe es um das schnelle Erschließen neuer Märkte, beispielsweise für den exportstarken mittelständischen Maschinenbau in Deutschland.

Doch das ist nur die erste Welle. Denn es gibt kaum ein Industrieprodukt, das nicht über das Internet der Dinge vernetzt werden kann – vom Auto über die Haustechnik und Kraftwerksturbinen bis hin zum kompletten Eisenbahnzug. Ein riesiges Potenzial also für Unternehmen, die ihren Kunden neue Dienstleistungen anbieten wollen - vorausschauende Wartung beispielsweise. Deshalb fand auch die Gründung der Nutzervereinigung Mindsphere World e.V. in der Factory 2 statt. „Das breite Know-how und Angebot aller Partner dort eröffnet Anwendern aus allen Branchen und weltweit völlig neue Möglichkeiten bei der Digitalisierung“, zeigte sich Siemens-Vorstand Helmrich überzeugt. Gemeinsam könne man Ideen für das eigene Geschäft diskutieren und auch gleich verwirklichen.

Teil eines umfassenden IoT-Ökosystems in Berlin

Der im Rahmen der Initiative „Digitalisierungs-Hubs in Deutschland“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gegründete IoT-Hub hat ebenfalls seinen Sitz an der Jordan-/Ecke Lohmühlenstraße. Er soll nicht nur die mittlerweile über 75 Start-ups, die sich in der Hauptstadt mit dem Internet of Things beschäftigen, besser miteinander vernetzen. Sondern auch für einen engeren Schulterschluss mit den Anwendern und der Wissenschaft sorgen. Der Mindsphere Open Space ist Teil dieses wachsenden Ökosystems. In einem Zusammenspiel von Netzwerk, Technologie und Use Cases sollen hier „Out of the Box“ neue Ideen für die Zukunft entwickelt werden.

Denn Siemens Mindsphere ist mehr als nur ein offenes Betriebssystem für das Internet der Dinge. Es versteht sich auch „Marktplatz im Sinne von Wissensaustausch und Communitybuilding“, so Dr. Ralf Michael Wagner, Leiter des Geschäftsbereichs Plant Data Services und verantwortlich für die Weiterentwicklung des datenbasierten industriellen Serviceangebotes von Siemens, auf der Eröffnungsveranstaltung vor 150 Gästen. Eine wichtige Säule des gesamten Konzepts sei deshalb das rasch wachsende Partnersystem aus Kunden, Lieferanten und App-Entwicklern.

Unternehmen, die als Anwender von IoT-Lösungen oder als Realisierungspartner für unterschiedliche Branchen Teil des in Berlin entstehenden Ökosystems werden wollen, können sich unter contact@mindsphere-openspace.io bei Claus Cremers, Future Maker@Siemens MindSphere, melden.

Bernhard Müller-Hildebrand ist Fachjournalist in Düsseldorf und spezialisiert auf die Themen Digitalisierung, Internet oft Things und Industrie 4.0.
Bernhard Müller-Hildebrand ist Fachjournalist in Düsseldorf und spezialisiert auf die Themen Digitalisierung, Internet oft Things und Industrie 4.0. (Bild: Autor)

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things. Verantwortlicher Redakteur: Jürgen Schreier

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