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Ökologische Herausforderung BMU fördert KI-Leuchtturmprojekt zum Nitrat-Monitoring

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das Verbundprojekt „Nitrat-Monitoring 4.0“ (NiMo 4.0) will mit intelligenten Systemen die Nitratbelastung im Grundwasser nachhaltig reduzieren. Förderung gibt es dabei vom Bundesumweltministerium (BMU).

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Disy-Geschäftsführer Claus Hofmann, Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Dr. Thomas Usländer (Fraunhofer IOSB) bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.
Disy-Geschäftsführer Claus Hofmann, Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Dr. Thomas Usländer (Fraunhofer IOSB) bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.
(Bild: Disy)

Hohe Nitratkonzentrationen im Grundwasser sind ein Problem für Mensch und Umwelt. Etwa 70 Prozent des deutschen Trinkwassers werden aus Grundwasser geworden. Enthält letzteres zu hohe Nitratwerte, kann dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Versorger müssen daher aufwendige Maßnahmen ergreifen, um die Trinkwasserqualität sicherzustellen.

Das Projekt NiMo 4.0 will ein intelligentes System entwickeln, um mit wenigen Messstellen die räumliche und zeitliche Verteilung des Nitrats im Grundwasser besser zu verstehen und vorhersagen zu können. Somit sollen sich auf Basis von Machine Learning Programme zum Grundwasserschutz zielgerichtet gestalten lassen. Das BMU unterstützt die Wissenschaftler im Rahmen der Initiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.

Gebündelte Expertise

Das Verbundprojekt besteht aus einem interdisziplinären Konsortium mit Partnern aus Forschung, Technologie und Wirtschaft. Dazu zählen die Disy Informationssysteme GmbH als Projektleitung, eine Ausgründung des FZI und der Universität Karlsruhe, dem heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Abteilung Hydrogeologie des Instituts für Angewandte Geowissenschaften (AGW) des KIT, das Fraunhofer IOSB mit seinen Standorten Karlsruhe und Ilmenau sowie das DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) mit seinen Standorten Karlsruhe und Dresden.

Die entwickelten Lösungen werden zunächst in zwei wasserwirtschaftlich bedeutenden Pilotregionen als Prototypen implementiert und demonstriert. Dabei handelt es sich um die Einzugsgebiete des Zweckverbands Landeswasserversorgung in Baden-Württemberg sowie des Wasser- und Abwasser-Zweckverbands Niedergrafschaft in Niedersachsen.

„Der Einsatz intelligenter Software kann dabei helfen, ökologische und ökonomische Interessen der Gesellschaft, der Wasserversorgungsunternehmen sowie der Landwirtschaft miteinander zu vereinbaren. Dadurch sollen wegweisende Beispiele für intelligente Umwelttechnologien entstehen, die später eine große Breitenwirkung entfalten können“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Rahmen der Übergabe des Zuwendungsbescheids an die Verbundpartner.

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