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AGATA analysiert komplexe Verarbeitungsprozesse BMBF-gefördertes Großprojekt zu Big Data in Lemgo gestartet

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Mit über 2,2 Millionen Euro Gesamtvolumen wurde mit dem Projekt „AGATA – Analyse großer Datenmengen in Verarbeitungsprozessen“ ein großes Industrie-4.0-Forschungsprojekt aufgenommen.

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Das AGATA-Projektteam beim Kickoff-Meeting in Lemgo.
Das AGATA-Projektteam beim Kickoff-Meeting in Lemgo.
(Fraunhofer IOSB)

In der Produktion werden heute große Mengen an Daten erzeugt, die sich derzeit kaum sinnvoll nutzen lassen. Diese Informationen bergen aber ein großes Potenzial für wirtschaftliche Vorteile, sofern man sie analysiert und bei der Prozessführung beachtet. Mit dem Projekt AGATA unter der Leitung des Fraunhofer-Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA) wird am Standort Lemgo an entsprechenden Verfahren geforscht.

Automatische Datenanalyse

Die Wissenschaftler wollen ein selbstlernendes Assistenzsystem entwickeln, das durch Beobachtung komplexer Verarbeitungsprozesse in Industrie und Landwirtschaft Zusammenhänge ermittelt und auf diese Weise Fehler, Anomalien und Optimierungsbedarf automatisch erkennt. Solche Verfahren werden dann durch Projektpartner in individuelle Anwendungen umgesetzt.

Von Monitoring bis Recycling

Die Bayer Technology Services GmbH wird beispielsweise ein integriertes Plant Asset Monitoring entwickeln. Claas-Landmaschinen will dagegen das Assistenzsystem zur Darstellung von Analyseergebnissen implementieren und an das bestehende Produkt Claas-Telematics anbinden. Bei der Tönsmeier GmbH werden die Verfahren im Zusammenspiel mit den Sortiermaschinen für die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abfällen eingesetzt. Das AGATA-Projekt wird über drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Mit ersten Ergebnissen wird etwa Mitte des kommenden Jahres gerechnet.

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