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Kognitive Maschinen – Meilenstein in der Wissensarbeit BITKOM veröffentlicht Leitfaden zu Cognitive Computing

Redakteur: Nico Litzel

Durchbrüche in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen führten zu dem, was heute unter dem Begriff „Cognitive Computing“ firmiert. Synonyme dafür sind „Smart Machines“ oder „intelligente Maschinen“. Was sich dahinter verbirgt und warum sich Unternehmen mit dem Thema befassen sollten, hat der Branchenverband in einem kostenlosen Leitfaden auf über 100 Seiten zusammengestellt.

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Mit dem verstärkten Einsatz kognitiver Systeme werden sich zahlreiche Arbeitsprofile – vorrangig die der Wissensarbeiter – dramatisch verändern. Unternehmen sollten sich heute schon darauf vorbereiten, empfiehlt der Branchenverband BITKOM.
Mit dem verstärkten Einsatz kognitiver Systeme werden sich zahlreiche Arbeitsprofile – vorrangig die der Wissensarbeiter – dramatisch verändern. Unternehmen sollten sich heute schon darauf vorbereiten, empfiehlt der Branchenverband BITKOM.
(Bild: BITKOM)

Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Leitfadens „Big Data und Geschäftsmodell-Innovationen in der Praxis“ legt der BITKOM nach und veröffentlicht einen zweiten Leitfaden, diesmal zum Thema Cognitive Computing.

Schon in wenigen Jahren, davon ist der Branchenverband überzeugt, werden Menschen bei der Bewältigung vieler physischer und geistiger Arbeiten zunehmend von intelligenten Assistenzsystemen unterstützt. Intelligente Maschinen erscheinen dabei in vielfältiger Form: Rat- und Auskunftgeber, Produktions- und Dienst-Roboter, autonome Fluggeräte. Darüber hinaus unterstützen sie bei der medizinischen Diagnostik und Therapie, geben eine Hilfestellung bei der Kranken- und Seniorenpflege, gestalten die Produktion effizienter und verbessern die Sicherheit oder den Kundendienst.

Für die Informationswirtschaft entsteht mit Cognitive Computing voraussichtlich ein lukrativer und expandierender Markt. Eine erste Einschätzung des BITKOM ergibt, dass der Umsatz mit Cognitive Computing weltweit von aktuell etwa einer Milliarde Euro auf über 13 Milliarden Euro bis 2020 wachsen wird. Cognitive Computing nehme dabei viele Impulse aus den Techniken von Big Data, des Cloud Computing, der Sensorik und der Industrie 4.0 auf und befruchte diese wiederum.

Unternehmen sollten sich vorbereiten

„Cognitive Computing gehört zu den Innovationen, die einen erheblichen Einfluss auf die digitale Wirtschaft und die Gesellschaft haben werden. Das Phänomen falsch anzugehen, wäre daher ebenso fahrlässig wie es überhaupt nicht anzugehen“, erklärt Professor Dieter Kempf, Präsident des BITKOM.

Kempf weiter: „Mit diesem Leitfaden legt BITKOM nun erstmalig eine Publikation vor, die einen Einblick in die Einsatzgebiete intelligenter Maschinen gibt und die Dimensionen des Wandels in der Wissensarbeit des Menschen aufzeigt. Er bildet den Startpunkt für eine vertiefende Auseinandersetzung mit kognitiven Maschinen. BITKOM wird die Wirkzusammenhänge zwischen Cognitive Computing und Big Data, Cloud Computing, Industrie 4.0 und Knowledge Management näher untersuchen und gemeinsam mit der Politik daran arbeiten, dass Deutschland bei der Transformation zur Digitalen Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielt.“

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