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Der Option-Schock – und die länger kreisenden Erregungen

Big Data ist eine mittelständische Tugend

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Digitalisierung und Globalisierung

Und das weltweit. Neben der Digitalisierung des Lebens ist die Globalisierung der Märkte die zweite große Option für den Mittelstand. Doch obwohl wir seit nunmehr zwei Jahrzehnten von der Ausweitung der Märkte sprechen, erreicht dieser Trend erst durch die voranschreitende Digitalisierung der Marktprozesse den Mittelstand mit voller Wucht – und voller Brutalität.

Für manchen Mittelständler eher ein bedrohlicher Streitflegel oder Morgenstern, denn eine unternehmerische Chance: Die Digitalisierung und Globalsierung
Für manchen Mittelständler eher ein bedrohlicher Streitflegel oder Morgenstern, denn eine unternehmerische Chance: Die Digitalisierung und Globalsierung
(Bild: ktsdesign/Fotolia.com)

Wer heute mit einem guten Produkt und einer exzellenten, auf die Digitalisierung unserer Kommunikationsprozesse ausgerichteten Marktstrategie ins Ausland geht, der muss nicht jeden nationalen Markt mit Vertriebsbüros erobern, sondern kann seinen Markt schlagartig ausweiten. Allerdings: Die Konkurrenz kann das auch.

Denn je stärker die eigene Dienstleistung, das eigene Produkt selbst von der Digitalisierung des Lebens profitiert, umso weniger Barrieren sind auf dem Distributionsweg zu überwinden. Natürlich gilt das uneingeschränkt für einen Dienstleister, der mit Services im World Wide Web virale Marketingstrukturen nutzen kann.

Beispiele für Hidden Champions

WhatsApp ist ein jüngstes Beispiel für diese Anbieter, die mit einer schnell zu transportierenden Idee im Web zur Milliardengröße explodieren – ehe sie zur Beute für die wahren Global Player im Internet werden. Es gilt aber auch für technische Produkte wie zum Beispiel Bildverarbeitungssysteme, wie sie – als Beispiel für viele Hidden Champions – das Wiesbadener Unternehmen Vitronic anbietet: 80 Prozent der 82 Millionen Euro Jahresumsatz werden im Ausland generiert – mit Systemen, die auf neuester Lasertechnologie basieren und in Radaranlagen und Mautsystemen ebenso eingesetzt werden wie in Hochgeschwindigkeits-Sortierzentren von DHL oder anderen Dienstleistern.

Zehn bis 15 Prozent ihres Umsatzes stecken mittelständische Technologieführer in ihre Forschung und Entwicklung. Das ist in realen Zahlen nicht unbedingt viel im Vergleich zu den Forschungsbudgets bei Siemens oder BASF. Aber es wird stärker fokussiert eingesetzt und zielt auf die konkrete Produktverbesserung und Marktanpassung.

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