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Joblift-Studie zum Stellenmarkt Big-Data-Experten sind in der IKT-Branche gefragt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Laut einer aktuellen Studie der Metajobsuchmaschine Joblift sind Big-Data-Experten derzeit in der IKT-Branche stark gefragt. Vor allem Großkonzerne sind auf der Suche nach den Datenspezialisten.

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Besonders Großunternehmen sind auf der Suche nach Big-Data-Fachkräften.
Besonders Großunternehmen sind auf der Suche nach Big-Data-Fachkräften.
(Bild: Joblift)

Anlässlich des G20-Jungunternehmergipfels und der Diskussion um Chancen und Hürden von Big Data wollte Joblift wissen, wie der Stellenmarkt in diesem Bereich aussieht. Dazu analysierte Metajobsuchmaschine 36.957 Stellenanzeigen, die in den vergangenen 24 Monaten im Big-Data-Umfeld veröffentlicht wurden. Demnach sind Datenspezialisten vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT, 16 Prozent) gefragt. Die weiteren Plätze belegen Industrie (12 Prozent), Handel (11 Prozent), das Finanz- und Versicherungswesen (9 Prozent) sowie die Medienbranche (2 Prozent).

Big Data, Big Business

Bei der Analyse der Unternehmensgrößen fiel auf, dass vor allem Großkonzerne auf Big Data setzen: 52 Prozent der suchenden Firmen haben mehr als 1.000 Mitarbeiter. Unternehmen mit bis zu 49 Angestellten veröffentlichten nur 18 Prozent der Stellenangebote – sie machen aber laut dem Statistischen Bundesamt rund 98 Prozent aller deutschen Betriebe aus. Da Datenschutz häufig Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten bereitet, untersuchte Joblift die Anzahl entsprechender Jobs. Das Ergebnis ist mit nur 245 Stellen für Datenschutzbeauftragte im Vergleich mit 37.000 Jobs für Datenanalysten sehr überschaubar.

Klassiker bleiben aktuell

Die Joblift-Studie zeigt außerdem, dass noch keine Abkehr vom Einsatz relationaler Datenbanken stattfindet. Rund 38 Prozent aller Stellenangebote verlangen Kenntnisse im Umgang mit derartigen Datenbanken, wie beispielsweise SQL. Im Gegensatz dazu fordern 21 Prozent der Anzeigen zusätzlich oder sogar ausschließlich Kenntnisse mit nicht-relationalen Systemen. Joblift folgert daraus, dass bei vielen Unternehmen noch althergebrachte, wenig Big-Data-geeignete Datenbanktechnologien im Einsatz sind.

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