Suchen

Analytische Plattformen noch Mangelware Big Data Analytics kaum im produktiven Einsatz

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Weniger als ein Viertel der Unternehmen setzt aktuell Big Data Analytics ein. Zu diesem Schluss kommt die Studie „In-Memory-Analytics“, die von Sopra Steria Consulting durchgeführt wurde.

Firmen zum Thema

Laut einer Studie von Sopra Steria Consulting bleibt viel Analytics-Potenzial ungenutzt.
Laut einer Studie von Sopra Steria Consulting bleibt viel Analytics-Potenzial ungenutzt.
(Bild: Sopra Steria Consulting)

Für fast alle der hundert befragten IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiten spielen analytische Plattformen eine wichtige Rolle. Knapp 40 Prozent gaben an, derzeit in der Implementierungs- oder Testphase zu sein. Weitere 30 Prozent erarbeiten gerade eine unternehmensweite Strategie, nur zehn Prozent wollen das Thema erst in Zukunft angehen. Vorreiter sind Unternehmen mit 1.000 bis 5.000 Mitarbeitern – knapp die Hälfte verwendet bereits analytische Plattformen.

Austauschwille vorhanden

Der Einsatz solcher Lösungen beeinflusst auch die etablierte Business-Intelligence-Architektur der Firmen: Zwei Drittel der Unternehmen planen, einen Teil der bisherigen Datenbanken durch analytische Plattformen zu ersetzen. Bei Betrieben mit Datenvolumina von mehr als 100 Terabyte liegt dieser Anteil sogar bei 84 Prozent. Ein Drittel der Entscheider will analytische Plattformen ausschließlich additiv als Stand-alone-Variante einsetzen. Nur sieben Prozent wollen ihre bisherige Datenbank vollständig gegen analytische Plattformen austauschen.

Potenzial ungenutzt

Noch nutzten die wenigsten Unternehmen das Potenzial von Big Data Analytics aus, findet Lars Schlömer, Head of Business Intelligence von Sopra Steria Consulting. „Wichtig ist, dass die Unternehmen vorher überlegen, wofür sie die erhobenen Daten nutzen möchten und sinnvolle Anwendungsfälle definieren. Durch das Auswerten vieler verschiedener Datenquellen in Echtzeit und vorausschauender Analysen werden völlig neue Geschäftsmodelle möglich“, so Schlömer.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43475360)