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BARC-Studie BI-Tools sind häufig zu komplex

Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Nico Litzel

Viele Unternehmen schöpfen die Möglichkeiten ihrer Business Intelligence Software nicht aus und treffen Entscheidungen ohne Zuhilfenahme von Daten.

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Laut BARC kommt bei Entscheidungen noch oft das Bauchgefühl zum Einsatz.
Laut BARC kommt bei Entscheidungen noch oft das Bauchgefühl zum Einsatz.
(Bild: BARC)

Laut der BARC-Studie „Time is Money“ ist man in Deutschland vom Ideal des datengetriebenen Unternehmens noch weit entfernt. Laut der Umfrage verlassen sich über die Hälfte der Verantwortlichen bei Entscheidungen auf ihr „Bauchgefühl“ anstelle von validen Daten. In kleinen und mittleren Unternehmen beruhen nur 37 Prozent der Entscheidungen auf einer festen Datenbasis.

Mangelnde Datenverfügbarkeit

Als Grund für die geringe Nutzung der Business Intelligence Tools gibt der BARC-Analyst Andreas Bitterer an, dass „Daten vielerorts immer noch als Nebenprodukt von Applikationen verstanden und nicht als eigenständiges Asset angesehen werden“. Ein weiterer Grund sei die mangelnde Verfügbarkeit der Daten. Laut BARC haben nur elf Prozent der Unternehmen Zugriff auf alle Datenquellen, die sie für die Analysen benötigen. Das gilt besonders für extern zugelieferte Daten, aber auch für Social-Media-Daten, extern liegende Informationen und Informationen, die in den Fachabteilungen erfasst werden.

Geringe Nutzung von BI Tools

Laut BARC-Studie wurden in Deutschland im Jahr 2014 fast 1,5 Milliarden Euro für Software ausgegeben, mit der sich Daten rechtzeitig, flexibel und in guter Qualität verfügbar machen lassen. Durchschnittlich arbeiten jedoch nur 15 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen damit. Eine vielversprechende Lösung stellen die Self-Service BI Tools dar. Mit diesen soll jeder Mitarbeiter seine Daten sofort analysieren und visualisieren können. BARC schätzt die Dauer für die Erstellung eines Berichts mithilfe eines Self-Service BI Tools auf etwa 20 Minuten ein.

Einsparungen durch Self-Service BI

Liegen Berichte und Dashboards nicht rechtzeitig vor, kann dies aufgrund von Fehleinschätzungen auch finanzielle Folgen für das Unternehmen haben. Durchschnittlich beziffern die Befragten den Nutzen durch eine pünktliche und flexible Datenbereitstellung auf etwa 50.000 Euro. Daher geben laut BARC-Studie 64 Prozent der Befragten Self-Service BI als beste Lösung für die Verkürzung von Bereitstellungszeiten an.

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