„The Data Management Survey 22“ des BARC Befähigte Anwender befeuern Investitionen ins Datenmanagement

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das Business Application Research Center (BARC) hat die dritte Ausgabe seiner Studie „The Data Management Survey“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass die meisten Investitionen ins Datenmanagement die Befähigung von Fachanwendern als Zielsetzung haben.

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Welche Trends haben den größten Einfluss auf Ihre Datenmanagement-Investitionen?
Welche Trends haben den größten Einfluss auf Ihre Datenmanagement-Investitionen?
(Bild: BARC)

Für die Studie wurden 1.101 Fachkräfte zu ihrer Auswahl und Nutzung von Datenmanagement-Tools befragt. Demnach drehen sich Investitionen in diesem Bereich vor allem um die Befähigung von Fachanwendern. Im Fokus stehen dabei etwa Self-Service, die Förderung einer datengetriebenen Unternehmenskultur oder die Demokratisierung von Daten. Speziell das Thema Self-Service wurde von 60 Prozent der Befragten angeführt und auch in verschiedenen BARC-Studien als wesentlicher Trend der vergangenen Jahre identifiziert.

„Der Wandel des Datenmanagements von einer reinen IT-Disziplin hin zu einer Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und der IT ist in vollem Gange“, meint Timm Grosser, Senior Analyst Data & Analytics des BARCs und Autor der Studie. Die Umfrage zeige die Relevanz der Befähigung von Fachanwendern für Investitionen ins Datenmanagement deutlich auf. Dieser Einfluss werde künftig weiter zunehmen, da Unternehmen Daten zunehmend demokratisieren und technologische Lösungen einsetzen. „Voraussetzung dafür ist eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames Verständnis von Daten. Die Umfrage zeigt ebenfalls, dass in diesem Zuge auch Data Governance eine wesentliche Rolle spielt“, so Grosser.

Modernisierung im Fokus

Über die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen investieren in die Modernisierung ihrer Daten- und Analysearchitektur. Die Gründe hierfür sind laut dem BARC komplex und umfassen beispielsweise die Operationalisierung von Advanced-Analytics-Modellen, die für optimalen Betrieb die Integration verschiedener Systeme und Prozesse erfordern. Zudem könnten neue Anwendungsfälle ein Faktor sein, da sie einen einheitlichen Datenzugriff auf die verteilte Systemlandschaft erfordern.

„Dies führt zu Konzepten wie Data Lake, Data Lakehouse und Data Fabric, die dabei helfen, Daten aus verschiedenen Systemen möglichst effizient bereitzustellen. Dass so viele Unternehmen derartige Investitionen tätigen, könnte ein Indiz dafür sein, dass ihre historisch gewachsenen Systeme nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Flexibilität und Agilität sowie Geschwindigkeit entsprechen“, erklärt Grosser.

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