Autonomes Fahren

Automobilhersteller und Osram investieren in KI-Start-up

| Autor / Redakteur: Hendrik Härter / Nico Litzel

Für das autonome Fahren sind leistungsstarke und energieeffiziente Prozessoren notwendig. Das KI-Start-up Recogni bekommt 25 Mio. US-Dollar Venture Capital von verschiedenen Firmen.
Für das autonome Fahren sind leistungsstarke und energieeffiziente Prozessoren notwendig. Das KI-Start-up Recogni bekommt 25 Mio. US-Dollar Venture Capital von verschiedenen Firmen. (Bild: Recogni)

Verschiedene Automobilhersteller wie BMW und Toyota sowie Osram investieren insgesamt 25 Mio. US-Dollar in das Start-up Recogni. Dieses entwickelt leistungsstarke und energieeffiziente Prozessoren für Künstliche Intelligenz zum autonomen Fahren.

Eine Allianz aus Automobilherstellern sowie -Zulieferer, Venture Capital Fonds und Fluxunit von Osram beteiligen sich gemeinsam an der Fianzierungsrunde von Recogni. Das im Silicon Valley und München ansässige Unternehmen entwickelt eine bildverarbeitende KI-Plattform für autonome Fahrzeuge, welche die Verarbeitung von Sensordaten aus LiDAR, Kamera und Radar-Sensoren in Echtzeit und bei geringem Stromverbrauch ermöglicht.

Hintergrund: Für das autonome Fahren sind vernetzte Rechnersysteme notwendig, um die Fahrzeuge mit begrenzter Energie effizient zu steuern. Während solche KI-Systeme offline angelernt werden, müssen sie später die Sensordaten im Fahrzeug in Echtzeit verarbeiten. Autonome Fahrzeuge haben heute das Limit der Verarbeitungseffizienz ihrer Prozessoren erreicht. Hier setzt Recogni an und entwickelt leistungsstarke KI-Prozessoren, die zudem über einen niedrigen Energieverbrauch verfügen.

Umgebungswahrnehmung weiter verbessern

Das im Jahr 2018 gegründete Unternehmen verfolgt das Ziel, die Sensordaten eines teilautonomen Fahrzeugs noch schneller zu verarbeiten. Das Unternehmen ist in der Lage, die Umgebungswahrnehmung (Perception) autonomer Fahrzeuge in Echtzeit und mit geringem Stromverbrauch zu erfassen und zu verarbeiten. Die Gründer des Unternehmens verfügen über umfangreiche Branchenerfahrung beim Systemdesign, Künstliche Intelligenz, Machine Vision und Chip-Design.

Bisherige Ansätze, um neuronale Netze zu beschleunigen, setzten darauf, entweder Performance oder Leistung zu trimmen. Beides ist allerdings nicht möglich. Deshalb ist für die Firmen-Allianz die Plattform von Recogni interessant. Recogni plant, das frische Kapital in Höhe von 25 Mio. US-Dollar zur Entwicklung des bis dato leistungsfähigsten Systems zur Umgebungswahrnehmung (Perception) zu nutzen. Es fusioniert visuelle und LiDAR/Radar-Daten nach aktuellen Stand der Technik. Zugleich baut das Unternehmen sein Entwicklerteam weiter aus.

Recogni befindet sich bereits in Gesprächen mit mehreren Automobilherstellern, um diesen die gesamte Palette seiner Grundlagentechnologie von den Modulen bis zur Software zur Verfügung zu stellen.

Hohe Rechenleistung bei geringer Energiezufuhr

„Die Herausforderungen innerhalb des Autonomie-Ökosystems der Stufen 2+, 3, 4 und 5 reichen von der Erfassung bzw. Generierung von Trainingsdaten für neuronale Netze bis hin zu deren Ausführung in Echtzeit. Außerdem benötigen diese Fahrzeuge die Leistungsfähigkeit eines Rechenzentrums und dürfen dennoch nur geringste Mengen an Energie verbrauchen“, sagte RK Anand, CEO von Recogni. „Bei der Entwicklung eines entsprechend ausgelegten, völlig neuen Systems für die Automobilindustrie mit Schwerpunkt auf höchster Effizienz bei niedrigstem Energieverbrauch profitieren wir von unserem technologischen Hintergrund im Machine Learning, Computer Vision, Chip- und Systemdesign.“

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Next Mobility.

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