Studie „The Resurgent Finance Leader“ Automatisierung erfordert strategischer agierende Finanzabteilungen

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der BI-Spezialist Board hat in Kooperation mit Vanson Bourne die Studie „The Resurgent Finance Leader“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass die fortschreitende Automatisierung im Finance-Bereich strategisch geprägtere Rollen für entsprechende Führungskräfte erfordert.

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„Auf welche der folgenden Punkte verwenden Sie heute im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit am meisten Zeit und Ressourcen?“
„Auf welche der folgenden Punkte verwenden Sie heute im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit am meisten Zeit und Ressourcen?“
(Bild: Board)

Board formuliert es drastisch: Die fortschreitende Automatisierung könnte die Finanzabteilung in die Bedeutungslosigkeit führen. Die Studie mache deutlich, dass Finance-Führungskräfte ihre Transformationsfähigkeit stärken und eine strategischere und gewinnbringendere Rolle innerhalb des Unternehmens einnehmen müssen.

Handlungsbedarf erkannt

Für „The Resurgent Finance Leader“ befragten die Marktforscher von Vanson Bourne insgesamt 600 Führungskräfte aus dem Finanzbereich. Demnach sind sich 89 Prozent davon bewusst, dass sie bei der zunehmenden Automatisierung von Finanzfunktionen nicht tatenlos zusehen dürfen. 90 Prozent finden es sei an der Zeit, den Wandel von der Rolle des Buchhalters hin zum Performance-Treiber zu beschleunigen. 91 Prozent wollen den Finanzbereich sogar zur Drehscheibe für Datenanalysen machen.

Einen grundlegenden Wandel des Finanzbereichs halten 36 Prozent für notwendig, um auch in Zukunft eine wichtige Rolle zu spielen. 23 Prozent verwenden den größten Teil ihrer Zeit und Ressourcen, um die Zukunft des Finanzwesens zu gestalten. 33 Prozent nutzen die Zeit, um ihr Digitalisierungs-Know-how zu stärken. Allerdings verwenden immer noch 18 Prozent der Befragten den größten Teil ihrer Arbeitszeit und Ressourcen, um grundlegende Aufgaben zu erledigen.

Umwälzungen erforderlich

Nur knapp die Hälfte (47 Prozent) der Finanz-Führungskräfte sieht ihre Abteilung in der Lage, entscheidende Erkenntnisse für Geschäftsentscheidungen und Rentabilität zu gewinnen. 62 Prozent sehen sich mit ihrem Reporting nicht im Stande, genaue Performance-Prognosen abzugeben und diese in Echtzeit anzupassen. Der Großteil (81 Prozent) ist der Meinung, dass der Einsatz von Technologie im Finanzbereich komplett überarbeitet oder stark verbessert werden muss, um bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen und die Strategie voranzutreiben.

Der Wille dazu ist da: Fast alle (94 Prozent) Befragen wären bereit, traditionelle Rollen und Zuständigkeiten komplett neu zu überdenken. Zuversicht gibt auch die Tatsache, dass 94 Prozent den Wandel ihrer Abteilung zum Dreh- und Angelpunkt für strategische Datennutzung von der Unternehmensleitung unterstützt sehen.

„Finance-Führungskräfte wissen, dass sie die Rückendeckung ihrer Unternehmensleitung haben, die das Finanzteam als wichtigen Akteur betrachtet, um die Geschäftsziele mit Daten zu untermauern“, erklärt Karlo Bustos, Vice President Professional Services von Board. „Trotz dieser Unterstützung durch die Unternehmensleitung zeigt die Board-Studie, dass es immer noch Lücken gibt, wenn es darum geht, die richtige Technologie, die richtigen Fähigkeiten und die richtige Kultur zu etablieren, um die Finanzabteilung von einer reinen Unterstützungsfunktion zu einem strategischen Business-Partner zu entwickeln“, so Bustos weiter.

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