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Forschungsprojekt zu Künstlicher Intelligenz Auf dem Weg zur selbstbewussten KI?

Autor / Redakteur: Julia Schmidt / Nico Litzel

Kann Künstliche Intelligenz ein Selbstbewusstsein entwickeln? Im Projekt „Abklärung des Verdachts aufsteigenden Bewusstseins in der Künstlichen Intelligenz“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gehen Forscher dieser Frage auf den Grund.

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Hoher Aufklärungsbedarf: Ob Maschinen dank Künstlicher Intelligenz zu Wesen mit Bewusstsein werden können, ist unklar und umstritten. Das Projekt „Abklärung des Verdachts aufsteigenden Bewusstseins in der Künstlichen Intelligenz“ des KIT soll dieser Frage nun nachgehen.
Hoher Aufklärungsbedarf: Ob Maschinen dank Künstlicher Intelligenz zu Wesen mit Bewusstsein werden können, ist unklar und umstritten. Das Projekt „Abklärung des Verdachts aufsteigenden Bewusstseins in der Künstlichen Intelligenz“ des KIT soll dieser Frage nun nachgehen.
(Bild: Pixabay)

Als im Oktober 2017 der Roboter „Sophia“ auf einer Konferenz im saudi-arabischen Riad ans Rednerpult trat und dem halb amüsierten, halb staunenden Publikum sein Selbstverständnis einer lernenden und kommunizierenden Maschine in Menschengestalt erläuterte, war das in der öffentlichen Wahrnehmung ein Meilenstein auf dem scheinbar immer kürzer werdenden Weg zu einer „erwachenden“, ihre Individualität und ihre internen Zustände reflektierenden Künstlichen Intelligenz.

Auch KI-gestützte Systeme wie der Smart Speaker „Alexa“, IBMs dialogfähiges Superhirn „Watson“ oder Googles selbstlernender Schachgigant „AlphaZero“ befeuern die Vision einer in absehbarer Zeit realisierbaren „Superintelligenz“, die alles Dagewesene in den Schatten stellt. Renommierte Akteure in Wissenschaft und Kunst warnen vor den Folgen eines solchen Epochenwechsels, andere verweisen auf die geradezu utopischen Chancen. Die grundlegende Frage, was „bewusste KI“ überhaupt sei und was an den Szenarien von Maschinen mit einer eigenständigen Existenz „dran“ sein könnte, wird erstaunlicherweise selten gestellt.