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Arbeitnehmer-Studie von CSC Arbeit 4.0 – Chef-Allüren sind unerwünscht

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Knapp 90 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland meinen, dass die digitale Arbeitswelt mit den bestehenden Strukturen der eigenen Firma nicht zu meistern ist. Zu diesem Ergebnis kommt die CSC-Studie „Digitale Agenda 2020 – Human Resources“.

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Arbeitnehmer wollen weniger starre Strukturen und mehr Flexibilität.
Arbeitnehmer wollen weniger starre Strukturen und mehr Flexibilität.
(Bild: CSC)

Rund 60 Prozent der 1.000 befragten Vollzeitbeschäftigten fordert die Ablösung starrer Hierarchien. Gut jeder Vierte stellt sogar die traditionelle Rolle der Führungskräfte in Frage. Flexiblere Arbeitsstrukturen werden von vielen Teilnehmern als wichtiger Erfolgsfaktor für die Arbeit 4.0 gesehen. „Dominante Chefs sollten darauf achten, künftig aus ihrer Expertise heraus integrierend zu wirken. Ein stärker moderierender Ansatz bei der Teamführung ist entscheidend, um gute Kompromisse zu erzielen“, erklärt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland.

Innovationen fördern

Die Arbeitnehmer befürworten vor allem die gezielte Innovationsförderung (67 Prozent), die Belohnung von kreativen Leistungen (63 Prozent) sowie das Auflösen des engen Korsetts an Abteilungsgrenzen (58 Prozent). Die Förderung von Soft Skills, also der sozialen Interaktion der Mitarbeiter, halten 57 Prozent für einen wichtigen Erfolgsfaktor in der Zukunft. Aus- und Weiterbildungsangebote wünschen sich 65 Prozent gezielt am aktuellen Bedarf orientiert. Zwei Drittel bewerten diesen Bereich als Faktor für eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie in ihrem Unternehmen nur mit der Note „befriedigend“ oder schlechter. „Die Ergebnisse unserer Arbeit-4.0-Umfrage führen deutlich vor Augen, dass es bei der Weichenstellung für Weiterbildung und strukturelle Anpassung in den Unternehmen noch Hausaufgaben zu erledigen gilt“, resümiert Schünemann.

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