Splunk-Studie zu Operational Intelligence

Analyse von Maschinendaten verspricht Wettbewerbsvorteile

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

Unternehmen, die Maschinendaten analysieren, haben Wettbewerbsvorteile. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Splunk erstellt wurde.
Unternehmen, die Maschinendaten analysieren, haben Wettbewerbsvorteile. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Splunk erstellt wurde. (Bild: Quocirca)

Unternehmen, die Maschinendaten systematisch analysieren, sind im Vorteil. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Splunk durchgeführt wurde.

Das in Kalifornien ansässige Unternehmen Splunk ist einer der führenden Anbieter von SIEM-Lösungen (Security Information and Event Management). Flaggschiff von Splunk ist Splunk Enterprise, ein Monitoring-, Logging- und Reporting-Tool mit der Besonderheit, dass es Ereignisdaten von Servern, Applikationen und Netzwerkgeräten indiziert und in einem durchsuchbaren Repository ablegt. Von dort lassen sich Grafiken, SQL-Berichte und Warnmeldungen generieren.

So kann Splunk auf Basis einer Analyse der indizierten Maschinendaten beispielsweise Störfälle frühzeitig erkennen. Die Software unterstützt oder ermöglicht im Unternehmen eine Verfügbarkeitskontrolle, erlaubt ein Server- und Netzwerk-Management, ein Transaktionsmanagement und verbessert insgesamt die Informationssicherheit. Um Daten, Events und Log-Dateien zu indexieren, nutzt Splunk MapReduce. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat in seinem „Magic Quadrant für Security Information and Event Management (SIEM)“ im vergangenen Jahr wiederholt als „Leader“ eingestuft.

Operational Intelligence Score

Die von Splunk bei den Marktforschern von Quocirca in Auftrag gegebenen Studie „Masters of Machines II“ zum Thema Analyse von Maschinendaten hat jetzt untersucht, ob und in welchem Umfang Unternehmen für solche Datenanalysen spezielle Lösungen einsetzen. Dazu hat Quocirca mit dem „Operational Intelligence Score“, einer Art Ranking, errechnet, dass Frankreich in Europa die Nummer 1 ist, gefolgt von Deutschland und UK auf den Plätzen 2 und 3 (Platz 4: Niederlande, Platz 5: Schweden). Bei den Themen Sicherheitsbedrohungen und Ausfall von IT-Systemen rangieren deutsche Unternehmen dagegen auf Platz 1.

Datenanalyse im Kundenservice

Obwohl von den befragten Unternehmen generell sämtliche Kanäle für die Interaktion mit Kunden als „relativ wichtig“ eingeordnet wurden, sind für deutsche Unternehmen die jeweiligen Internetseiten das wichtigste Medium für den Kundenservice, weshalb Unternehmen hierzulande in erster Linie Daten über die Nutzung ihrer Webseiten analysieren. Operational Intelligence könne solche Erkenntnisse zuverlässig liefern und damit den Kundenservice verbessern.

Luft nach oben: Noch längst nicht alle Unternehmen nutzen von Sensoren gelieferte Daten zur Verbesserung ihrer Kundenbeziehungen oder zur Optimierung von Geschäftsprozessen.
Luft nach oben: Noch längst nicht alle Unternehmen nutzen von Sensoren gelieferte Daten zur Verbesserung ihrer Kundenbeziehungen oder zur Optimierung von Geschäftsprozessen. (Bild: Quocirca)

Nach der Webseite, deren Analyse der Verkehrsdaten für 45 Prozent der deutschen Unternehmen „sehr wichtig“ ist, bewerten 49 Prozent auch die Analyse der Nutzung mobiler Apps als „relativ wichtig“, so viel wie im europäischen Schnitt. Im Bereich Social Media bildeten sich dagegen unterschiedliche Gruppen heraus. Für rund 35 Prozent der Befragten ist Social Media „nicht so wichtig“, während 33 Prozent der befragten Unternehmen Sozial Media „relativ wichtig“ einstuften. Der Durchschnitt in allen befragten Ländern klassifiziert Social-Media-Analysen als „relativ wichtig“.

Die Analyse von Telefondaten scheint in Deutschland immer noch relativ wichtig (40 Prozent), ebenso im europäischen Durchschnitt. Die persönliche Kommunikation dagegen hat in Deutschland laut Umfrage nur noch eine mittlere Bedeutung (33 Prozent gaben hier „relativ wichtig“ an), während in Großbritannien der persönliche Kontakt für 35 Prozent noch „sehr wichtig“ ist. Im europäischen Durchschnitt ist dieser Kommunikationskanal allerdings eher „nicht so wichtig“. Eine Analyse der von sensorbasierte Geräte gelieferten Daten hat dagegen in Deutschland offenbar nur moderate Bedeutung (33 Prozent „nicht so wichtig“, 34 Prozent „relativ wichtig“), ebenso wie in Frankreich (31 Prozent) und Großbritannien (37 Prozent).

Der Einfluss von Technologie auf die Business Performance

Die Splunk-Umfrage förderte ebenfalls zutage: Die meisten Länder haben detaillierte oder zumindest moderate Möglichkeiten, sich Einblicke in die Ursachen für Systemausfälle zu verschaffen. Hier liegt Deutschland an der Spitze. 46 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, detaillierte Einblicke zu haben und immerhin noch 32 Prozent gehen davon aus, über „mittlere Möglichkeiten“ zu verfügen. Auch bei den Einblicken in die Netzwerk-Performance liegt Deutschland mit 45 Prozent vorne.

Noch Potenzial nach oben für SIEM-Anbieter

Die Studie hat auch untersucht, über welche Datenanalysefähigkeiten die befragten Unternehmen bereits verfügen. Im Schnitt besitzt ein Großteil der Unternehmen in den meisten Ländern nur „mittlere Möglichkeiten“, zur Analyse von Daten und würden diese daher gerne verbessern. Deutschland ist Vorreiter was das Erfassen, Speichern und Durchsuchen von Maschinendaten angeht: 43 Prozent gaben an, über „ausgeprägte Fähigkeiten“ zu verfügen. In allen anderen Bereichen gibt es dagegen der Studie nach Raum für Verbesserung. Generell erzielen deutsche Unternehmen in den meisten Bereichen aber höhere Werte als Großbritannien, jedoch weniger als französische Unternehmen.

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