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Splunk als RoI-Generator – mehr als eine Erfolgsgeschichte Analyse von Maschinendaten - von Domino’s Pizza ins Weiße Haus

Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Was haben das Weiße Haus und Domino's Pizza gemeinsam? Die Frage ist durchaus berechtigt. Die Antwort lautet: Beide sind Splunk-Kunden und müssen in der Lage sein, große Datenmengen zu sammeln, zu indizieren und zu analysieren.

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Wo eine Analyse von Maschinendaten mit Hilfe von Splunk-Software erfolgt, klingelt die Kasse. Das versucht der Hersteller mit vielen unterschiedlichen Kundenbeispielen zu belegen.
Wo eine Analyse von Maschinendaten mit Hilfe von Splunk-Software erfolgt, klingelt die Kasse. Das versucht der Hersteller mit vielen unterschiedlichen Kundenbeispielen zu belegen.
(Bild: arahan/Fotolia.com)

Die Pizza-Kette Domino’s Pizza setzt auf die Software „Splunk Enterprise“, um durch ein besseres Kundenverständnis und intensiveres Engagement das gesamte Online-Geschäft zustärken. Dabei liegt das ursprüngliche Einsatzgebiet von Splunk Enterprise bei Domino’s Pizza in der Beseitigung von IT-Problemen durch die Sammlung, Indexierung und Überwachung der von Maschinen-generierten Daten.

(Bild: Domino's Pizza)
Da die Splunk-Lösung Legacy-Technologien ersetzte, erzielte die Pizza-Kette bei der Einführung von Splunk bereits 300.000 Dollar an Einsparungen. Schnell weitete Domino’s Pizza daraufhin die Anwendung der Lösung über die gesamte Organisation aus.

Russel Turner, Manager, Site Reliability Engineering, bei Domino’s: „Splunk ist gewissermaßen ein Geheimrezept.“
Russel Turner, Manager, Site Reliability Engineering, bei Domino’s: „Splunk ist gewissermaßen ein Geheimrezept.“
(Bild: Splunk Inc.)
Indem die Daten des gesamten Online-Geschäfts, das heißt, unternehmensweit und aus dem Franchise-Netzwerk von über 10.000 Filialen, gesammelt und analysiert wurden, konnte das Unternehmen tiefe Einblicke und Einsichten bezüglich Umsatz und Marketing erzielen.

Nur die Spitze des Eisbergs

„Wie wir mit Splunk Enterprise bessere Entscheidungen treffen können – da kratzen wir bislang, sowohl im operativen Geschäft wie auch im Marketing, nur an der Oberfläche des Möglichen“, erläutert Russel Turner, Manager, Site Reliability Engineering, bei Domino’s. Beispielsweise habe das Vergleichen von Coupons bereits jetzt eine enorme Verbesserung der Wirksamkeit dieser Kampagnen erzielt.

Mit Splunk brauche das Team nun, statt Tagen und Stunden, bloß noch Minuten und Sekunden bis eineLösung.gefunden werde. So habe das IT- und Engineering-Team jetzt mehr Zeit, seiner Kreativität bezüglich der weiteren Anwendungsmöglichkeiten von Splunk freien Lauf zu lassen, so Turner. „Fakt ist: Wenn bekannt würde, in welche Bereiche wir heute schon tiefe Einblicke durch Splunk haben, könnten wir uns vor Anfragen aus allen Geschäftsbereichen nicht mehr retten. Splunk ist gewissermaßen unser Geheimrezept.“

Engpässe werden schnell erkannt

Mit Splunk Enterprise wird die Behebung von IT-Problemen über alle Filialen hinweg für das Domino’s IT-Team zur Routine, einschließlich das Erkennen und Lösen von Engpässen oder Latenzzeiten bei Bandbreiten, Internet-Verbindungen oder bei Zahlungsvorgängen. Neben den herkömmlichen IT-Aufgaben setzt das Unternehmen Splunk Enterprise ein, um Trends in der Geschäftsentwicklung über alle Filialen und Standorte hinweg zu visualisieren.

Die Geschäftsentwicklung kann über alle Filialen und Standorte hinweg visualisiert werden
Die Geschäftsentwicklung kann über alle Filialen und Standorte hinweg visualisiert werden
(Bild: Splunk Inc.)
So wird unter anderem gemessen: Bestellungen pro Minute, Anzahl der Bestellungen pro Geschäft, welche Pizzavariation und andere Essen die Kunden bestellen und welche Coupons sie für ihre Bestellung verwenden. Die dabei neugewonnen Geschäftseinblicke setzt Domino’s nun ein, um präzisere Marketing-Entscheidungen treffen zu können.

Das IT-Team kann beispielsweise dem Marketing genau sagen, über welche mobilen Endgeräte die Bestellungen getätigt werden, via iPhone, Android oder Kindle Fire. Auf Grund dieser Informationen kann Domino’s dann über das beste „wann“ und „wo“ von Promotion-Aktionen entscheiden.

Splunk unterstützt das Weiße Haus

Die Softwareplattform für Echtzeit Operational Intelligence, ist nicht nur im Pizza-Geschäft vertreten, sondern beteiligt sich auch an einer Konferenz des Weißen Haus: „Data to Knowledge to Action: Building New Partnerships“, fand vor Kurzem in Washington DC statt. Splunk zählt zu den Technologie-Anbietern, die auf Einladung der Obama-Administration mithelfen sollen, anhand der Big-Data-Ressourcen wichtige nationale Aufgaben wie Wirtschaftswachstum, Bildungs- und Gesundheitsreform, Umweltschutz und Innovation in Angriff zu nehmen.

Obama und die NSA stehen erst am Anfang ...

Auch das Splunk-Konw-how war dort gefragt. Christy Wilson, VP Product Operations bei Splunk, moderierte bei der Konferenz ein Forum zum Thema „Big Data Innovation“. In diesem sollte untersucht werden, welche neuen Wege die Big Data Community gehen kann, um die vielen nationalen und regionalen Herausforderungen zu lösen. Zu den Teilnehmern zählen auch Joris VanDam, strategischer Projektleiter für Translational Sciences bei Novartis Institutes for Biomedical Research, und Dr. Eng Lim Goh, Senior Vice President und CTO von SGI.

Das Weiße Haus, Washington DC.
Das Weiße Haus, Washington DC.
(Bild: Willam Manning)
„Die Obama-Administration macht zwar erkennbare Fortschritte bei ihrer Big Data Initiative, aber dennoch stehen wir erst am Anfang“, sagt Wilson. „Projekte, die das Problem der chronisch verstopften Innenstädte lösen, die galoppierenden Kosten des Gesundheitswesens senken und die Energie-Effizienz in gewerblich genutzten Gebäuden erhöhen, sind der erste Schritt auf einem langen Weg.“

Auch Splunk4Good ist ein Thema

Darüber hinasu konnte Wilson „Splunk4Good“ vorstellen. Dabei handelt es sich um eine Social-Responsibililty-Initiative von Splunk, die ein wichtiger Baustein für die Neuausrichtung der Bürgerbeteiligung auf Bundes- und Ortsebene darstellen soll. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das zentrale Portal Regulations.gov, über das den Bürgern eine Fülle an Rechtsdokumenten und öffentlich zugänglichen Kommentaren zur Verfügung steht.

Das Splunk4Good-Team analysiert derzeit den komplexen Datenbestand des Portals und entwickelt eine neue, öffentlich nutzbare Oberfläche, auf der sich die Bürger anhand von Dashboards und Visualisierungen in Echtzeit über Gesetze und Vorschriften informieren können. Millionen von Rechtsdokumenten werden so für die Öffentlichkeit zugänglich und können von interessierten Bürgern durchsucht und genutzt werden.

"Aha-Erlebnis" für Amazon
"Aha-Erlebnis" für Amazon
(Bild: Splunk Inc.)
Zu der Prominenz der Splunk-Kunden gehört auch Amazon Web Services (AWS). Die „Amazon Machine Images“ (AMIs) nutzen Splunk-Enterprise-Version 6 und „Hunk“ – „Splunk Analytics for Hadoop“. AMIs erlauben eine schnellere Implementierung der Splunk-Software und damit schneller entscheidende Einblicke in Cloud-basierte Anwendungen und Daten.

Für Aufmerksamkeit sorgt derzeit auch die neue Version der Splunk-App für Amazon Web Services (AWS) mit „AWS CloudTrail“. Darunter ist ein Service zu verstehen, der sämtliche AWS-API-Aufrufe protokolliert und so Monitoring, Sicherheit und Compliance der auf der AWS-Plattform ausgeführten Applikationen und Infrastrukturen ermöglicht.

(Bild: AWS)
Die AMIs für Splunk Enterprise und Hunk dienen zur Erstellung standardisierter, vorkonfigurierter Instanzen, die den Anwendern schnell und unkompliziert in der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) zur Verfügung stehen. Das Hunk-AMI ist mit den meisten gängigen Hadoop-Distributionen wie MapReduce (EMR) einsetzbar und ermöglicht die interaktive Exploration, Analyse und Visualisierung von Daten in Hadoop-Clustern.

Anhaltendens Engagement für Cloud Computing

Die jetzt veröffentlichte Version der Splunk-App für AWS unterstützt den brandaktuellen AWS CloudTrail-Service und ermöglicht neben der operativen Analyse und dem Sicherheits- und Compliance-Reporting auch Abrechnungs- und Nutzungsanalysen. Dabei können die Anwender ihre Daten zu AWS-Nutzung und -Zugang mit anderen Daten in Splunk Enterprise kombinieren, um eine umfassende Sicht auf ihre operative Situation, aber auch auf ihre Sicherheitssituation zu erhalten.

Leena Joshi, Senior Director für den Bereich Solutions Marketing bei Splunk, sagt dazu: „Die aktuelle Version der Splunk-App für AWS eröffnet ihnen eine bessere Sicht auf ihre Cloud- Implementierungen, indem sie AWS-Zugangs-, -Nutzungs- und -Abrechnungsdaten kombiniert. Damit erhalten unsere Kunden nicht nur eine hohe Security Intelligence, sondern auch wichtige operative und geschäftliche Einblicke.“

Hadoop-Rohdaten analysieren und nutzen

(Bild: Splunk Inc.)
Sowohl das Splunk Enterprise AMI als auch das Hunk AMI stehen ab sofort im AWS Marketplace zur Verfügung. Die Splunk-App für AWS ist unter Splunk Apps erhältlich.

Laut Terry Wise, Director des Bereichs Worldwide Partner Ecosystem bei AWS, profitieren insbesondere Unternehmenskunden mit großen Hadoop-Implementierungen von dem Angebot, da sie mit dem Hunk-AMI ihre Hadoop-Rohdaten analysieren und nutzen können, einschließlich der aus Amazon Elastic „MapReduce“ stammenden Daten. Die Verbindung von Splunk Enterprise AMI und Splunk-App für AWS verschaffe ihnen eine Vielzahl von Erkenntnissen aus ihren Maschinendaten, sei es nun im Monitoring-, Abrechnungs-, Sicherheits- oder Compliance-Bereich.

Studie belegt: Big Data bringt Big RoI

All die genannten Unternehmen haben stets das gleiche Problem: Sie müssen mit extrem großen Datenmengen arbeiten – die auch tatsächlich verarbeitet werden sollten, will man daraus einen Gewinn erzielen. Laut einer Praxisstudie, die von Splunk initiiert

Enterprise 6 Dashboard
Enterprise 6 Dashboard
(Bild: Splunk Inc.)
wurde, erzeugt Big Data einen „Big ROI für Splunk-Kunden“. Im Zuge der Studie führten die Branchenanalysten von Enterprise Management Associates (EMA) eine unabhängige Untersuchung durch und dokumentierten in den letzten 18 Monaten die ROI-Erfolge von mehr als einem Dutzend Splunk-Kunden, die mit der Splunk-Software für die Erfassung, Indexierung, Überwachung und Analyse ihrer Maschinendaten signifikante Geschäftsvorteile erzielen.

Die in dieser Praxisstudie untersuchten Kunden weisen unter anderem 500 Prozent mehr an ROI und gleichzeitig 14 Millionen Dollar an jährlichen Einsparungen auf. Zu den repräsentativen Unternehmen zählen beispielsweise ein Mobilfunkanbieter, der seine Investitionsrentabilität um 500 Prozent steigern konnte, ein Finanzdienstleister, der jährlich sechs Millionen Dollar einspart und ein Online-Reiseportal, das pro Jahr 14 Millionen Dollar an Einsparungen erzielt.

Jim Frey, VP Research bei EMA, zeigt sich begeistert: „Bei unseren Analysen der Splunk-Implementierungen sahen wir durchweg einen ROI von 200 Prozent und mehr im ersten Jahr.“

Er fährt fort: „Nach unserer Erfahrung ist es äußerst ungewöhnlich, dass bei derart verschiedenen Branchen und Anwendungsfällen ein so konsequent guter ROI mit Unternehmenssoftware erreicht wird. Die Splunk-Kunden haben uns eines Besseren belehrt.“ Sie ließen bereitwillig wissen, dass sowohl ihr Hard- als auch ihr Soft-ROI erheblich gestiegen sei – ein überzeugender Beweis für die positive Wirkung, die eine Maschinendaten-Plattform in großen und kleinen Unternehmen entfalten kann.

Verblüffende Resultate

Das wohl beeindruckendste Resultat verbuchte ein globales Online-Reiseportal. Dieses erzielte einen quantifizierbaren ROI von 14 Millionen Dollar im ersten Jahr, welches das 25-fache der Erstinvestition in die Splunk Software darstellt. Der Anbieter nutzt Splunk Enterprise, um Hunderttausende von Datenquellen für die Ursachenanalyse sowie für die Performance-, Digital Intelligence- und Business-Analyse zu indexieren und zu überwachen.

Zum Zeitpunkt der Studie hatte die Splunk-Plattform über 139 Milliarden Ereignisse analysiert. Mit einem Jahres-ROI von sechs Millionen Dollar erzielt auch ein großer Finanzdienstleister ein beachtliches Ergebnis.

Das Unternehmen überwacht mit Splunk Enterprise die Performance seiner Web-Anwendungs-Server. Das IT-Team des Unternehmens konnte die monatliche Ausfallzeit von 70 auf zehn bis 15 Minuten und die Reparaturzeit von 50 bis 60 Minuten auf lediglich nur noch 20 Minuten drücken. Die Folge: ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn.

Es gibt noch viele weitere Beispiele:

  • Cars.com, ein preisgekröntes Online-Portal für private Autokäufer, verbuchte in weniger als einem Jahr eine Investitionsrentabilität von 200 Prozent, indem es Einsparungen in Höhe von nahezu 250.000 Dollar realisierte. Cars.com nutzt Splunk Enterprise für die automatisierte Datenerfassung, -überwachung und -analyse im gesamten Unternehmen.
  • Der Anbieter von Kommunikations- und Kollaborationslösungen für Geschäftskunden, Ceryx, konnte seine Erstinvestition in Splunk mehr als verdreifachen, indem er jährliche Einsparungen von über 325.000 Dollar realisierte. Ceryx verwendet die Splunk-Plattform zur Erfassung von E-Mails mit seinem E-Mail Firewall Service, der den Nachrichtenfluss überwacht und die Ceryx-Kunden so vor Spam und anderen unerwünschten E-Mails schützt.
  • Cricket Communications, das mit seinem Handy-Service ohne Vertragsbindung und Nutzungslimits und dem Musik-Download-Service für Smartphones sehr erfolgreich ist, konnte sich über eine ROI-Steigerung von mehr als 500 Prozent und jährliche Einsparungen von 1,3 Millionen Dollar freuen. Splunk Enterprise sorgt hier dafür, dass das automatische Bestellsystem des Unternehmens reibungslos läuft und hilft außerdem bei der schnellen Erkennung und Diagnose nachlassender Systemleistung und ausgefallener Systeme.
  • Auch im Gesundheitswesen punktet Splunk: HealthTrans, der viertgrößte Anbieter von Pharmacy Benefits Management in den USA, verringerte die Fallbearbeitungszeit von mehreren Stunden auf fünf Minuten. Vor dem Einsatz von Splunk war es bis zu 15 Mal pro Woche zu Anwendungsproblemen beim unternehmenseigenen Online-System für die Schadenbearbeitung gekommen. Nachdem Splunk Enterprise die Überwachung undAnalyse der Maschinendaten übernahm, konnte diese Zahl auf nur noch fünf Vorkommnisse verringert werden. HealthTrans spart zudem jährlich 280.000 Dollar ein, indem es die lineare Skalierbarkeit der Splunk-Software für Standard-Hardware nutzt. Denn nun kann die Auslastung des High-End-SANs reduziert werden.

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