Teleservice

Alarm mit Zustellgarantie durch IoT-Technik

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IoT-Technik basierendes Serviceportal

Im Falle einer Teleservice-Lösung passiert dies durch ein auf Cloud- bzw. IoT-Technik basierendes Serviceportal im Internet. Darin wird der aktuelle Zustand der Sensoren und Aktoren bzw. einer Anlage gespeichert und bei Bedarf (zum Beispiel bei jeder Zustandsänderung) aktualisiert. Auf den jeweils aktuellen Datenbestand können weitere Systeme und Benutzer mittels eines Application Programming Interface (zum Beispiel sogenannte REST-APIs) zugreifen und diesen weiterverarbeiten.

Ein solches Cloud- bzw. IoT-Service-API unterstützt in der Regel unterschiedliche Protokolle und plattformunabhängige Datenformate. Darüber hinaus ist es meist unter einer festen Adresse verfügbar und bietet geeignete Sicherheitsmechanismen, damit z.B. auch externe Servicedienstleister eines Anlagenherstellers diese zu Service-, Analyse- oder Visualisierungszwecken nutzen können.

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Skalierbare IoT-Teleservice-Plattform

„Die Datenabbilder und dazugehörenden APIs bilden den eigentlichen Kern einer IoT-Anwendung“, erklärt Jörg Neumann weiter. Über die APIs sind externe Komponenten, vom Sensor über den Antrieb bis hin zu den übergeordneten IT-Systemen (SCADA, ERP, CRM, MES, SQL usw.) sowie Smartphone-Apps und Webanwendungen in eine IoT-Applikation eingebunden. Mit Hilfe der IoT-Service-APIs werden Datenobjekte angelegt und verwaltet, einzelne Datenelemente gelesen, mit neuen Werten versehen und – falls erforderlich – im Anschluss daran auch wieder gelöscht. Die Daten selbst werden in einer speziellen Datenbank vorgehalten.

Für die externe Benutzer- bzw. Anwendungssicht kommen Datenformate wie JSON oder XML zum Einsatz, wie zum Beispiel die JSON-basierten Real Time Data Channels (RTDC), die Teil einer neuen, skalierbaren und bei Bedarf Schritt für Schritt erweiterbaren IoT-Teleservice-Plattform von SSV sind.

Daten übersichtlich verwalten

Auf einer RTDC-basierten IoT-Serviceplattform bildet jede einzelne Anwendung ein separates Datenprojekt mit einem individuellen Schlüsselpaar (X-RTDC-Auth-Key, X-RTDC-Access-Key) für die Zugriffsberechtigung per API. Solch ein RTDC-Datenprojekt beinhaltet beliebig viele Datenobjekte, die sich wiederum aus einzelnen Daten-Items zusammensetzen.

„In der Praxis lassen sich so beispielsweise Daten aus verschiedenen, auch räumlich entfernten, Anlagen und Automatisierungskomponenten, aber auch Sensor- und Zählerdaten, nahezu beliebig in einem Projekt zusammenfassen und übersichtlich verwalten, macht der Security-Profi anschaulich. Limitierungen hinsichtlich der Datenprojekt-, Objekt- und Item-Anzahl existieren lediglich durch die Hardware-Ressourcen der Server, auf denen eine RTDC-IoT-Serviceplattform läuft.

Mehr Remote Access & Monitoring Gateway, weniger VPN-Router

In vielen Teleservicelösungen auf komplette Maschinen und Anlagen oder auch nur einzelne Automatisierungskomponenten kommen keine einfachen VPN-Router, sondern spezielle Remote Access & Monitoring Gateways wie das IGW/922 von SSV zum Einsatz. Dieses verbindet sich per VPN über Mobilfunk oder Ethernet mit der Teleservice-Plattform und liefert über eine nach aktuellem Stand der Technik verschlüsselte Verbindung die jeweils aktuellen Zustandsdaten. Über eine Smartphone-App wird anschließend entweder einem einzelnen oder auch einer Gruppe von Servicemitarbeitern jederzeit der aktuelle Maschinen- bzw. Anlagenzustand angezeigt.

Smartphone-App ersetzt angestaubte SMS-Alarmierung

Jörg Neumann: „Da für die Kommunikation zwischen Service-Plattform und App mit MQTT ein hochmodernes Message-Protokoll mit Echtzeitverhalten verwendet wird, kann die Smartphone-App die angestaubte SMS-Alarmierung vollständig ersetzen.“ Möglich wird dies in erster Linie durch das ereignisgesteuerte MQTT-Publish/Subscribe-Verhalten. Jedes Mal, wenn sich mindestens ein überwachter Wert in der Anlage verändert hat, übermittelt das Gateway diese Daten an den IoT-Service. Von dort werden die geänderten Werte sofort an alle „Abonnenten“, die sog. Subscriber – in diesem Fall die Smartphone-Apps – weitergeleitet. Dort wird geprüft, ob eine Alarmkondition vorliegt. Ist dies der Fall, erzeugt die App einen Klingelton, bzw. löst den Vibrationsalarm aus. Diese Alarmierung bleibt solange bestehen, bis ein Mitarbeiter per VPN aus der Ferne auf die Maschine- bzw. Anlage zugreift und die Alarmierungsursache beseitigt und quittiert. Ein überhörter Alarm ist damit ausgeschlossen.

Dieser Artikel ist erstmals bei unserem Schwesterportal elektrotechnik erschienen.

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